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Prox 22.06.2021 11:01

Orientierung und ihre Gründe
 
Moin Sportfreunde,

ein paar Zeilen aus dem Weser Kurier vom 22.Juni 2021.

Eine Gruppe von Forschern zeigte, dass auch Vögel gut riechen können.
Bisher ist man davon ausgegangen, dass Vögel allgemein keinen Geruchssinn haben.
Dieses wurde widerlegt bei einem Versuch mit Störchen. Diese suchen in der Regel auf abgemähten Wiesen nach Würmern und Insekten in dem kurzem Gras. Man ist bisher davon ausgegangen, dass sie durch den Lärm von Mähmaschinen, oder durch das Erkennen des kurzen Grases angelockt wurden.
Aber durch besprühen von anderen Grundstücken mit Blattstoffen haben die Störche auch diese verstärkt angeflogen. Daraus schließen die Forscher, dass dieses nur durch das Vorhandensein eines Geruchsinn möglich ist.

Auch unsere Tauben müssen/müssten dann einen Geruchsinn haben. Vor etwa 50 oder 60 Jahren wurde die These aufgestellt, dass Tauben sich im Nahbereich des Schlages auch nach dem Geruchsinn orientieren. Ich kann mich noch erinnern, dass bei einem Wettflug alle Fenster der Schlaganlagen geöffnet wurden, damit die Tauben sich nach dem Duft des Heimatschlages orientieren konnten. Um den Duft noch zu verstärken, wurden Schläge mit Anisöl ausgespritzt. Damit, so wurde geraten, sollte man aber schon im Winter anfangen. Alles kein "Aprilscherz".

Genau so wenig wie die Aussage in dieser Zeit, dass Züchter , die in der Nähe der Nord- oder Ostsee wohnten Vorteile hätten, weil ihre Tauben sich nach dem Rauschen der Wellen orientieren.
Wer will da noch behaupten, der Brieftaubensport sei langweilig?

Gruß
Wilfried

taubendidi 22.06.2021 11:06

Zitat:

Zitat von Prox (Beitrag 193503)
Moin Sportfreunde,



Genau so wenig wie die Aussage in dieser Zeit, dass Züchter , die in der Nähe der Nord- oder Ostsee wohnten Vorteile hätten, weil ihre Tauben sich nach dem Rauschen der Wellen orientieren.


Gruß
Wilfried

Moin Wilfried
Ich glaube es liegt eher daran das diese Tauben nicht überfliegen !! Sie wissen genau ,wenn Wasser in Sicht ist dann sind sie zu Hause ! Ist aber nur meine Meinung.

haluter 22.06.2021 12:18

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hallo Brieftaubenfreunde,
Erhard Pahnke, der Taubenversteher ist auch ein Anhänger der Geruchstheorie wie er mal in einem Gespräch erzählte.
Ich wohnte vor langer Zeit viele Jahre in einem Haus das in einer Siedlung stand, wo alle Häuser gleich aussahen. Ein und der selbe Bauherr.
Hinter unserem Haus war ein großer Gemüsegarten wo ich im Herbst anfing auf das dann brach liegende Land meinen Taubenmist per Schubkarre zu entsorgen.
Der dann da über den Winter verrottete. Eines Tages, wir hatten einen klirrenden Wolkenlosen Wintertag, gab ich meinen getrennt lebenden Vögeln, Freiflug. ( Zu der Zeit noch normal/Greife.) Ich ging dann zu meinem Wohnhaus das so ca. 800 m Luftlinie entfernt war, als ich dort ankam sah ich auf dem Dachfirst einen großen teil meiner Vögel am herumbalzen und richtig Randale machen, ich war doch arg verwundert, da oben meine Vögel zu sehen. Sie suchten ihre Weibchen, sie suchten die dort, da sie den Geruch von den Misthaufen warnahmen der dort in der klaren Luft vor sich hin dampfte. Es war genau so eingetreten wie Erhart Pahnke es erzählt hatte.

M.f.G. Haluter:)

Prox 23.06.2021 05:44

Moin, Moin Sportfreunde,

und ich habe schon geglaubt, als Märchenerzähler eingestuft zu werden. Und jetzt lese ich von meinem Sportfreund Dieter, dass die Nord-und Ostseewellen doch einen Grund beinhalten, welcher den Tauben zu gute kommt. Dieter, so weit habe ich gar nicht gedacht. Du wirst damit Recht haben.

Achim, auch deine Erfahrungen, und die von dem Spitzenzüchter Prange, lassen das Ganze in einem realistischen Licht erscheinen. Wir denken im Zusammenhang mit der "Orientierung" meistens immer nur an Sonnenstand, Sonneneruptionen, Erdstrahlungen usw., aber welche Vor- und Nachteile sonst noch bei der Orientierung unserer gefiederten Freunde nützlich, oder schädlich sind, bleibt uns wahrscheinlich für immer verborgen. Der Grund, wir sind nur Menschen.

Gruß
Wilfried

Standard 23.06.2021 08:11

Hallo


Ich habe mal einen Bericht im Fernsehen ich glaube aus England gesehen.


Da hatte man festgestellt, das die Tauben auch wohl sehr viel der letzten Strecke auf ihnen bekannte Merkmale auf Sicht zum Ziel fliegen.


Man veränderte die Auflassorte, und so viel ich mich errinnere auch den Ort des Heimatschlages.
Trotzden flogen die Tauben immer wieder den ihr bekannten Punkten entlang zum Schlag.
Man stellte sogar fest , das sie z.B. einer ihr bekannten Autobahn entlang flogen. Am Ende des Fluges bogen sie fast winklich von dieses Route ab, um die letzten Km zum Schlag zu fliegen.

finke 23.06.2021 10:57

Zitat:

Zitat von taubendidi (Beitrag 193504)
Moin Wilfried
Ich glaube es liegt eher daran das diese Tauben nicht überfliegen !! Sie wissen genau ,wenn Wasser in Sicht ist dann sind sie zu Hause ! Ist aber nur meine Meinung.

Moin Dieter,

da hast Du nicht Unrecht, das sieht man auch sehr gut an den Verläufen
der beiden Ostseerennen ( ORL ).

Gegenüber den anderen bundesweit vergleichbaren ORL sind geringere
Verlustraten dadurch gegeben, da die Ostsee eine natürchliche Grenze
bildet, welche zum Überfliegen die Tiere nicht ermutigt !

Gruß Eckhardt

WernerW 23.06.2021 12:41

Zitat:

Zitat von Prox (Beitrag 193503)
Moin Sportfreunde,

ein paar Zeilen aus dem Weser Kurier vom 22.Juni 2021.

Eine Gruppe von Forschern zeigte, dass auch Vögel gut riechen können.
Bisher ist man davon ausgegangen, dass Vögel allgemein keinen Geruchssinn haben.
Dieses wurde widerlegt bei einem Versuch mit Störchen. Diese suchen in der Regel auf abgemähten Wiesen nach Würmern und Insekten in dem kurzem Gras. Man ist bisher davon ausgegangen, dass sie durch den Lärm von Mähmaschinen, oder durch das Erkennen des kurzen Grases angelockt wurden.
Aber durch besprühen von anderen Grundstücken mit Blattstoffen haben die Störche auch diese verstärkt angeflogen. Daraus schließen die Forscher, dass dieses nur durch das Vorhandensein eines Geruchsinn möglich ist.

Auch unsere Tauben müssen/müssten dann einen Geruchsinn haben. Vor etwa 50 oder 60 Jahren wurde die These aufgestellt, dass Tauben sich im Nahbereich des Schlages auch nach dem Geruchsinn orientieren. Ich kann mich noch erinnern, dass bei einem Wettflug alle Fenster der Schlaganlagen geöffnet wurden, damit die Tauben sich nach dem Duft des Heimatschlages orientieren konnten. Um den Duft noch zu verstärken, wurden Schläge mit Anisöl ausgespritzt. Damit, so wurde geraten, sollte man aber schon im Winter anfangen. Alles kein "Aprilscherz".

Genau so wenig wie die Aussage in dieser Zeit, dass Züchter , die in der Nähe der Nord- oder Ostsee wohnten Vorteile hätten, weil ihre Tauben sich nach dem Rauschen der Wellen orientieren.
Wer will da noch behaupten, der Brieftaubensport sei langweilig?

Gruß
Wilfried

Hallo Wilfried


für mich stellt sich die Frage, was machen und wie Orientiert sich die Taube bei hundert verschiedenen Gerüchen in der Luft oder bei starken Mitwindflügen ???
Ich behaupte mal sie fragen nach den Weg:D

Der wissenschaftliche Beweis dazu ???!!!:confused::D


"Wir nehmen an, dass sie pausieren mussten, um zusätzliche Informationen über ihre Umgebung zu gewinnen, da sie sich nicht am Geruch orientieren konnten", sagt Anna Gagliardo.


Hier einen Beitrag zu Thema
Quelle: picture-alliance / OKAPIA KG, Ge/Okapia/Henry Ausloos
Brieftauben orientieren sich auf dem Weg zum Schlag an Gerüchen. Forscher fanden heraus: Ohne ihr rechtes Nasenloch verirren sie sich dabei.


Brieftauben verlassen sich beim Navigieren vor allem auf ihren Geruchssinn. Sie sind in der Lage, sich die Düfte der Umgebung, die der Wind in ihren Taubenschlag trägt, in der Jugend einzuprägen und sich von dieser Karte über unbekanntem Terrain leiten zu lassen. Nun haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell gemeinsam mit italienischen Kollegen der Universitäten Pisa und Trient festgestellt, dass Vögel, deren rechtes Nasenloch blockiert ist, desorientiert sind und ihren Flug häufig unterbrechen müssen. Sie konnten damit nachweisen, dass die linke Gehirnhälfte, die über das rechte Nasenloch Geruchsinformationen erhält, von elementarer Bedeutung für die Orientierung der Tauben ist.
Die erstaunliche Fähigkeit von Brieftauben, zielsicher den Weg in den heimischen Taubenschlag zu finden, ist seit Jahrhunderten bekannt. Wissenschaftlern zufolge besitzen diese Vögel einen ausgeprägten Geruchssinn sowie ein gutes Erinnerungsvermögen für Düfte, mit dessen Hilfe sie sich bereits in der Jugend eine Art Duftlandkarte der Umgebung anlegen. Allerdings können Tauben offenbar nicht gleichermaßen gut über beide Nasenöffnungen Gerüche wahrnehmen. Genau wie wir Menschen riechen sie besser mit dem rechten Nasenloch.
Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell hat gemeinsam mit Anna Gagliardo von der Universität Pisa an 31 Brieftauben untersucht, welchen Einfluss es auf die Orientierung von Tauben hat, wenn die Vögel nicht mehr mit dem rechten Nasenloch riechen können. Dazu verschlossen die Forscher einer Gruppe in der Nähe von Pisa Hand-aufgezogener Tauben das linke Nasenloch, einer weiteren Gruppe das rechte. Nachdem sie auf dem Rücken der Tauben kleine GPS-Sender befestigt hatten, wurden die Vögel etwa 40 Kilometer vom Heimatort entfernt in der Nähe des toskanischen Städtchens Cigoli freigelassen.

Die Wissenschaftler beobachteten anhand der gewonnenen GPS-Daten, dass die Tauben mit einem verstopften rechten Nasenloch verschlungenere Wege flogen. Sie rasteten häufiger und verbrachten mehr Zeit damit, die Umgebung ihrer Rastplätze zu untersuchen als die Vögel, die durch das rechte Nasenloch atmen konnten. "Wir nehmen an, dass sie pausieren mussten, um zusätzliche Informationen über ihre Umgebung zu gewinnen, da sie sich nicht am Geruch orientieren konnten", sagt Anna Gagliardo. Dieses Verhalten bestätigt nicht nur, dass in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Gerüchen ein Ungleichgewicht zwischen linker und rechter Seite besteht.
Lesen Sie auch





Anscheinend spielen Gerüche, die auf das rechte Nasenloch treffen und die in der linken Gehirnhälfte verarbeitet werden, eine besondere Rolle bei der Navigation. Wie das Vogelhirn bestimmte Sinneswahrnehmungen verarbeitet und worin die Ursache für dieses Ungleichgewicht in der Geruchswahrnehmung liegt, wissen die Forscher dagegen noch nicht.

Lessing 23.06.2021 18:43

Evtl auch so!?…
 
Die Landkarte im Schnabel
Suchen…,
LG

Lessing 24.06.2021 06:10

https://www.sueddeutsche.de/wissen/t...nabel-1.622793

Prox 24.06.2021 06:23

Hallo Werner,

dein Beitrag kommt dem Thema nach meiner Ansicht sehr nahe.
Warum werden schlechte Erfolge auf den Flügen oft Krankheiten der oberen Luftwege zugeschrieben?
Warum stellen Tierärzte bei den Untersuchungen von Tauben vor Beginn der Reisesaison mehrfach Krankheiten der oberen Luftwege fest?
Weil die Tauben in der Winterzeit wegen der Greifvogelplage wochenlang in den Schlägen ihren eigenen Federstaub ausgesetzt sind. Wenn ich im Frühjahr die Generalreinigung meiner Schläge vornehme (Reinigung der Zwischendecke mit einem Laubbläser usw.), dann merke ich trotz Maske auch den Federstaub in Augen, Nase und Rachen.
Zwar ist dann meine Orientierung nicht gestört:), aber richtig wohl fühle ich mich auch nicht.
Muss gestehen, dieser eventuelle Grund ist nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen, sondern ein medizinisches Fachbuch hat mir geholfen.

Gruß
Wilfried

Lessing 24.06.2021 08:43

In Lebewesen Bearbeiten
Verschiedene Tierarten sind zur Orientierung im Erdmagnetfeld auf Magnetit angewiesen. Hierzu gehören Bienen und Weichtiere (Mollusca). Besonders erwähnenswert sind Haustauben, die durch Einlagerung kleiner eindomäniger Magnetitkörner in den Schnabel die Feldstärke des Erdmagnetfeldes bestimmen und sich so orientieren können (siehe auch Magnetsinn).[27]

Wikipedia- Magnetit….
Lesen bildet….

Prox 24.06.2021 11:34

Zitat:

Zitat von Lessing (Beitrag 193521)
In Lebewesen Bearbeiten
Verschiedene Tierarten sind zur Orientierung im Erdmagnetfeld auf Magnetit angewiesen. Hierzu gehören Bienen und Weichtiere (Mollusca). Besonders erwähnenswert sind Haustauben, die durch Einlagerung kleiner eindomäniger Magnetitkörner in den Schnabel die Feldstärke des Erdmagnetfeldes bestimmen und sich so orientieren können (siehe auch Magnetsinn).[27]

Wikipedia- Magnetit….
Lesen bildet….

Lesen bildet, ein Wort mit hohem Stellenwert.
Leider entwickeln sich durch Lesen aber auch viele Zeitgenossen zum Besserwisser.

taubendidi 24.06.2021 14:30

Zitat:

Zitat von Lessing (Beitrag 193521)
In Lebewesen Bearbeiten
Verschiedene Tierarten sind zur Orientierung im Erdmagnetfeld auf Magnetit angewiesen. Hierzu gehören Bienen und Weichtiere (Mollusca). Besonders erwähnenswert sind Haustauben, die durch Einlagerung kleiner eindomäniger Magnetitkörner in den Schnabel die Feldstärke des Erdmagnetfeldes bestimmen und sich so orientieren können (siehe auch Magnetsinn).[27]

Wikipedia- Magnetit….
Lesen bildet….

Moin
Ich glaube das hat die Wissenschaft schon lange wieder fallengelassen.

timo 24.06.2021 15:01

Hallo Sportfreunde,
denken wir mal weiter und stellen einen Zusammenhang von "kleinen Magneten" im Schnabel und "Federstaub" her; so wie es auch Wilfried beschrieben hat.(Trotz Maske Federstaub in Augen, Nase und Rachen!)
Wann funktioniert ein Magnet zu 100%?
Dann, wenn er sauber, ohne abgelagerte Staubpartikel arbeiten kann.
Mit zunehmender Staubablagerung auf dem Magneten, nimmt dessen Funktion aber ab.
Wir denken nur alle zu wenig darüber nach.
Nach den Aussagen von Wilfried kann dies aber die tatsächliche Ursache eingeschränkter Orientierung sein!?
Wünsche Allen gute, problemlose Flugverläufe für das Wochenende.
Gerhard

WernerW 24.06.2021 18:40

Zitat:

Zitat von Lessing (Beitrag 193521)
In Lebewesen Bearbeiten
Verschiedene Tierarten sind zur Orientierung im Erdmagnetfeld auf Magnetit angewiesen. Hierzu gehören Bienen und Weichtiere (Mollusca). Besonders erwähnenswert sind Haustauben, die durch Einlagerung kleiner eindomäniger Magnetitkörner in den Schnabel die Feldstärke des Erdmagnetfeldes bestimmen und sich so orientieren können (siehe auch Magnetsinn).[27]

Wikipedia- Magnetit….
Lesen bildet….




Hallo Sportsfreunde


Hier mal einen Link aus meinen Archiv.. über die Fähigkeit z.B. Brieftauben , sich am Magnetfeld der Erde zu orientieren


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3559131/

Lessing 24.06.2021 20:06

Willkommen
 
Im „Club der Besserwisser“
Ob wir das alles verstehen sei dahin gestellt, das zu lesen ist eine Augenweide!
Besser als die „Blindzeitung“!!
LG

Prox 25.06.2021 05:59

Hallo Sportfreunde,

auch wenn es nicht 100% zu unseren Tauben passt, versuche ich es einmal laienhaft wiederzugeben, was ich vor vielen Monaten im Wartezimmer einer Arztpraxis in einer Geo-Zeitschrift gelesen habe.
Die Erde verschiebt sich seit ihrem Bestehen dauerhaft in Millimeterbereich zur Sonne. Unsere Zugvögel, die im Herbst in den Süden fliegen, haben bisher immer die Meeresengen "Straße von Gibraltar" und den "Bosporus" überflogen.
Seit einiger Zeit, so wurde festgestellt, fliegen sie nicht mehr über diese Meeresengen, sondern über das Mittelmeer, und verenden dabei millionenfach durch Ertrinken. Sie müssen diese Strecke non stopp überfliegen, und schaffen dieses nicht immer.
Als Grund wird an ein Verschieben des Erdmagnetfeldes gedacht.
Kann es nicht sein, dass durch diese Verschiebung unsere Tauben auch Schwierigkeiten auf ihrem Heimflug haben/bekommen?
Für mich nicht auszuschließen. Ich habe an einer anderen Stelle schon einmal geschrieben, dass ich schon sehr lange unser Hobby betreibe. Diese Verluste, die wir heute haben, waren früher eine große Ausnahme, bzw. ganz unbekannt.

Gruß
Wilfried

Mime 25.06.2021 07:19

Ein sehr aktueller Forschungsbericht:

https://www.wissenschaft.de/umwelt-n...v50_wXXv37_JUw

Yahoo 25.06.2021 08:19

Moin,

für mich ist es plausibel, was im verlinkten Bericht von Mime steht!

Für mich gilt nach wie vor, dass auch die Brieftaube sich am Magnetfeld der Erde orientiert.

Die Probleme, welche die Tauben als auch Zugvögel im zunehmenden Maße bei der Orientierung haben, sind aus meiner Sicht vom Menschen gemacht. Hier denke ich an erster Stelle an den zunehmenden sogenannten Elektrosmog als auch anderen Vergiftungen der Umwelt durch uns. Ich denke wir sollten bei Auffälligkeiten bei gewissen Sachverhalten, gerade auch im Brieftaubensport, mal den Mut und die Ehrlichkeit aufbringen vor der eigenen Tür nach den Fehlern zu schauen.

http://www.wissenschaft.de/umwelt-na...det-zugvoegel/

WernerW 25.06.2021 15:12

Zitat:

Zitat von Prox (Beitrag 193529)
Hallo Sportfreunde,

auch wenn es nicht 100% zu unseren Tauben passt, versuche ich es einmal laienhaft wiederzugeben, was ich vor vielen Monaten im Wartezimmer einer Arztpraxis in einer Geo-Zeitschrift gelesen habe.
Die Erde verschiebt sich seit ihrem Bestehen dauerhaft in Millimeterbereich zur Sonne. Unsere Zugvögel, die im Herbst in den Süden fliegen, haben bisher immer die Meeresengen "Straße von Gibraltar" und den "Bosporus" überflogen.
Seit einiger Zeit, so wurde festgestellt, fliegen sie nicht mehr über diese Meeresengen, sondern über das Mittelmeer, und verenden dabei millionenfach durch Ertrinken. Sie müssen diese Strecke non stopp überfliegen, und schaffen dieses nicht immer.
Als Grund wird an ein Verschieben des Erdmagnetfeldes gedacht.
Kann es nicht sein, dass durch diese Verschiebung unsere Tauben auch Schwierigkeiten auf ihrem Heimflug haben/bekommen?
Für mich nicht auszuschließen. Ich habe an einer anderen Stelle schon einmal geschrieben, dass ich schon sehr lange unser Hobby betreibe. Diese Verluste, die wir heute haben, waren früher eine große Ausnahme, bzw. ganz unbekannt.

Gruß
Wilfried


Hallo Wilfried


viele Wege führen nach Rom ...
Klar ist für mich auch , dass es mehrere Möglichkeiten z.B. Sicht gibt, an Ziel zu kommen.


Noch einen Auszug:


Übrig bleiben Flugwettbewerbe und Hochzeitsflüge

Inzwischen haben moderne technische Kommunikationsmittel die tierischen Luftboten verdrängt. Allerdings gibt es viele Hobby-Taubenzüchter, die mit ihren Brieftauben sportliche Wettbewerbe austragen. Dabei werden die Tiere etwa 100 bis 1000 km entfernt ausgesetzt. Anschliessend wird die Zeit bis zu ihrer Ankunft zuhause gemessen. Auch das Fliegenlassen von weissen Brieftauben an Hochzeiten und anderen festlichen Anlässen ist beliebt, denn die Taube gilt als Friedenssymbol.
Dank innerem Kompass und Karte geht’s auf direktem Weg nach Hause

Wieso die Taube auf dem schnellsten Weg und nicht im Zick-Zack nach Hause fliegt, hat einen nachvollziehbaren Grund: Sie möchte bei ihrem Flug so wenig Energie wie möglich verlieren. Warum Brieftauben aber einen so guten Orientierungssinn haben, kann man bis heute nicht genau erklären. Man nimmt an, dass sie in ihrem Gehirn eine Landschaftskarte erstellen und sich mit einer Art „innerem Kompass“ darauf orientieren. Wie Zugvögel benutzen sie dazu den Stand der Sonne und der Sterne. Auch nimmt man an, dass sie visuelle Landmarken (also zum Beispiel bestimmte Flüsse oder Berge) benutzen, um sich ihre „innere Karte“ anzulegen. Wie ist es aber dann möglich, dass die Brieftauben von einem Aussetzort in einem ihnen völlig fremden Gelände den Heimweg finden?
Das Erdmagnetfeld hilft! Doch wo ist der Sensor?


Brieftauben besitzen ein Zeitgefühl, deshalb erkennen sie am Sonnenstand, ob die Sonne im Westen oder Osten steht und können so die Himmelsrichtungen bestimmen. Ausserdem benutzen sie ebenso wie Zugvögel das
Erdmagnetfeld zur Orientierung. Erst wenn sie wieder in der Nähe des Taubenschlags sind, benutzen sie Landmarken als Navigationshilfe.

Wo genau sich allerdings der Magnetsinn im Taubenkörper befindet, ist noch unklar. Lange wurde angenommen, dass eisenhaltige, magnetische Nervenzellen im Schnabel der Vögel als Sensor dienen. Jedoch fanden Forscher kürzlich heraus, dass diese Zellen sogenannte Fresszellen sind und der Immunabwehr dienen – und nicht wie angenommen der Navigation. Nun beginnt das Rätseln nach dem Ort des Magnetsinns dieser Pfadfinder der Lüfte von neuem.
Gerüche, Infraschall und sogar Autobahnen als Navigationshilfe


Einige Wissenschaftler vermuten ausserdem, dass Brieftauben Gerüche zur Orientierung benutzen. Auch
Infraschall könnte den Tieren bei der Navigation behilflich sein. Dieser entsteht durch die Atmosphäre (Wind zum Beispiel verursacht Infraschall) und die Oberflächenspannung der Erde, sowie durch Luftdruckunterschiede. Mit ihrem sensiblen Innenohr nehmen die Brieftauben diese Infraschallwellen wahr und können sich daran orientieren. Und einige Brieftauben sollen sogar Autobahnen und Bahnstrecken folgen, um den kürzesten Weg von A nach B zu finden.

Kurz gesagt, wie genau sich Brieftauben orientieren, wird weiterhin intensiv in der Forschung untersucht. Wahrscheinlich nutzen die beeindruckenden Luftboten ein Zusammenspiel von Sonne, Sterne, Landmarken, Erdmagnetfeld, Gerüche und Infraschall um ihren Weg zu finden.
Quelle:
Originalpublikation Magnetsinn


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