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Alt 05.09.2019, 19:13
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Pfaelzer Pfaelzer ist offline
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Zitat von Mime Beitrag anzeigen
Hallo Thomas,

dass die Taube nicht zu retten war lag mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass ihre inneren Organe (v.a. Leber und Milz) schon massiv geschädigt waren und die Tauben einfach nichts mehr richtig verstoffwechseln konnte.
Eine Folge der Infektion...wir haben das selbst mal vor 2 Jahren erlebt als Jungtauben schnell verstarben. Ich habe damals eine Taube, die am einen Tag noch sehr gut aussah, am nächsten Tag krank war und binnen kurzer Zeit (wenige Stunden) verstarb, zur Sektion zu Dennis in die Uni-Klinik gesendet per Express. Das Ergebnis war dass Leber und Milz so massiv geschädigt waren, dass die Taube keine Chance mehr hatte.

Über eines bitte ich mal nachzudenken: wenn man dieses Eziclen ins Trinkwasser gibt führt das ja zu einem "Abführ-Effekt". Früher sagte man immer, dass eine Taube nach einem Flug entschlacken muss. So fütterte man. Inzwischen macht man das eigentlich nicht mehr. Oder viele machen es nicht mehr. Ich persönlich auch nicht. Bei Jungtauben könnte es aber sehr wohl Sinn machen direkt nach dem Flug und so mache ich es ja auch wieder. Ich füttere die Tauben nach der Heimkehr nur sehr, sehr wenig mit ganz leicht verdaulichem Futter. Erst Stunden später bekommen sie mehr und erst abends satt mit normalem Futter. Und ich glaube das tut den Jungtieren wirklich gut und erleichtert ihnen das Leben nach dem Flug - die Gefahr der JTK scheint dadurch zumindest minimiert. Unsere Jungen waren nun 7x im Kabi bis 200 KM und von JTK keine Spur.

Leider muss ich nun die Reise einstellen - ich würde die Tauben noch gerne setzen - weil man es inzwischen für nötig befindet auch freitags Flüge durchzuführen, sodass ich arbeitsbedingt weder einsetzen kann, noch die Tauben bei der Rückkehr sehen könnte. Aber das ist ein anderes Thema.

Gruß Sascha



Hallo Sascha,
natürlich kann man so Füttern.
So sind früher viele verfahren, ich auch.
Wenn die Tauben nach Hause kamen, gab es erst mal nur Wasser. Ganz eifrige haben schon eine halbe Stunde nach Flugende eine Kropfspülung mit Glaubersalz und Metro gemacht.

Das war ende 80er und Anfang 90er. Dann lies das nach und man ging dazu über den Tauben gleich reichhaltiges Futter zu geben, nur um ja keine Zeit zu verlieren.



Ich mache es am Einsatztag ähnlich. 1/3 Hanf, 1/3 geschälte Sonnenblumenkerne und 1/3 P40 (früher das Race von Neuendorf was besser als P40 ist) Wenn sie dann noch Hunger haben, denn sie bekommen nur 10 gr. per Taube, dann können sie P40 fressen soviel sie wollen. Aber davon nehmen sie kein Korn zuviel.
Bei uns war einer mehrfach Weitstreckenmeister, da bekamen die Tauben eine Stunde nichts, dann nur Hanf soviel sie wollten.

Es gibt viele Wege nach Rom! Wichtig ist, das man einen findet.



In Hamburg gab es einen der fütterte Dienstags generell NICHTS. Den Namen weiß ich nicht mehr. Aber das war ein konsequenter Mann. Was ich von dem noch weiß ist, dass er alle Weibchen aussortierte die 6 Jahre und älter sind oder waren. (Ausnahmen bestätigen auch hier meistens nur die Regel)

Wenn ich mir die paar Guten angucke die ich schon gezogen habe, war keines der Weibchen älter als 6 Jahre. Die Mutter vod dem 558 von Endres war 6 Jahre alt als sie ihn brachte. Sie hat nie mehr so einen Guten gebracht. Ist aber wieder ein anderes Thema.
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Gut Flug
Pfälzer

Lebenserfahrung ist die Summe zumeist schmerzlicher Lernprozesse.
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