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Alt 11.08.2011, 07:58
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RV eins 70KM: ganz glatter Flug
RV zwei 90KM: ganz glatter Flug
RV drei 100KM: 1 1/2 Stunden Konkurs....

Keine querziehenden Schwärme nach allem was man erkennen kann.
Hallo Sascha,
"...was man erkennen kann.." heißt ja nicht viel!
Vieles dieser Art wird leider nie in Erfahrung zu bringen sein/zu erkennen sein, da unter der Woche jeder macht in D was er will. Warum hier der Verband von den RVen/Auflassleitern nur Disziplin (Mitteilungspflicht via dem Auflassleiterzugang des Verbandes) an den Wochenenden einfordert, habe ich bis heute nicht verstanden.
Gerade die Jungtaubenvortouren unter der Woche gleichen in manchen Gegenden (und da gehört Mittelhessen als starkes Kreuzungsgebiet von Tauben aus allen Richtungen eindeutig dazu!) zu einem russischen Roulette.

Ich weiß, du glaubst nicht an "kreuzenden Schwärme". Aber das ist dann eher ein persönliches Ding deinerseits.
Ich habe es schon einmal live von meinem Fahrer geschildert bekommen, wie so etwas aussieht. Und die These von den verschiedenen Höhen und Luftschichten, die die verschiedenen Schwärme angeblich haben und sich daher nicht treffen können ist da eben Fallweise in Zweifel zu ziehen.

Im Gegenteil: Irgendwie führt das Schwarmverhalten der Tauben sogar dazu, dass sich sogar nicht komplett kollidierende Schwärme anzuziehen scheinen und sich dann treffen.
Sie werden total aus dem Zug herausgenommen und wenn die Schwärme unterschiedliche Richtungen haben und kreisensie sogar erstmal zusammen und bleiben eine zeitlang fast ortgebunden. Ist dann ein wenig wie Armdrücken, bei dem dann der Stärkere (die Mehrheit) vermutlich die größeren Gewinnchancen hat.

Wenn ich mir zudem gestern den Flug beim Upland-Derby ab Pfungstadt (167km) anschaue, und die Windrichtung und das Wetter mit hinzu nehme (Wind von der Seite bis leicht von hinten, Wetter IDEAL) sind 1100m/min für die Spitze des Feldes absolut nicht erklärbar, wenn die Tauben nicht als Ganzes "aufgehalten" (weit vom Weg abgebracht) wurden!

Könnte mir vorstellen, dass sich da gestern über Hessen ein paar Schwärme getroffen haben, die sich einige Zeit lang nicht einig wurden, wo es lang gehen soll. Und da Junge zumeist ängstlich und unerfahren sind, reissen dann auch kaum welche frühzeitig aus so einem Verbund aus (anders als bei Alttauben).

Grüße
Meinolf

PS: zu den Einflüssen von "Sonnenwind" auf das Magnetfeld der Erde: Der ist gesichert und wird ständig gemessen. Wie sehr das dann aber lokal (da wo Tauben gerade die Richtung suchen) Tauben beeinträchtigt ist komplett unerforscht (und stört es ggf. nur wenn zudem andere Orientierungsmöglichkeiten wie der Blick zur Sonne durch Wolken verdeckt ist? Nichts genaues weiß niemand).
Der 30.7.2011 war diesbezgl. tatsächlich mal auffällig. Aber es trifft nur ganz selten so eine wirklich deutliche Störung auch zeitgleich auf Taubenwettflüge. Selbst am 6.8.2011 als es nochmals zu einer starken Störung im Erdmagnetfeld kam, war diese NACHTS. Flüge am Morgen danach sind da wohl eher kaum betroffen. Zudem schien fast überall die Sonne, es war kaum bedeckt (anders als am 30.7.). Bei 3-6 Stunden Störungsdauer und der zur Zeit zu beobachtetenden Störungshäufigkeit und der Anzahl/Dauer und Häufigkeit von Wettflügen bin ich mal in einer Abschätzungsrechnung auf eine Chance von 0,3-3% für ein solches Zusammentreffen beider Ereignisse gekommen. Also nicht sehr häufig und kaum als "globale Erklärung" für verlustreiche Flüge geeignet. Punktuell jedoch ev. schon einmal.
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