Einzelnen Beitrag anzeigen
  #7  
Alt 23.06.2021, 11:41
WernerW WernerW ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.04.2001
Ort: Aidenbach
Beiträge: 4.286
Standard

Zitat:
Zitat von Prox Beitrag anzeigen
Moin Sportfreunde,

ein paar Zeilen aus dem Weser Kurier vom 22.Juni 2021.

Eine Gruppe von Forschern zeigte, dass auch Vögel gut riechen können.
Bisher ist man davon ausgegangen, dass Vögel allgemein keinen Geruchssinn haben.
Dieses wurde widerlegt bei einem Versuch mit Störchen. Diese suchen in der Regel auf abgemähten Wiesen nach Würmern und Insekten in dem kurzem Gras. Man ist bisher davon ausgegangen, dass sie durch den Lärm von Mähmaschinen, oder durch das Erkennen des kurzen Grases angelockt wurden.
Aber durch besprühen von anderen Grundstücken mit Blattstoffen haben die Störche auch diese verstärkt angeflogen. Daraus schließen die Forscher, dass dieses nur durch das Vorhandensein eines Geruchsinn möglich ist.

Auch unsere Tauben müssen/müssten dann einen Geruchsinn haben. Vor etwa 50 oder 60 Jahren wurde die These aufgestellt, dass Tauben sich im Nahbereich des Schlages auch nach dem Geruchsinn orientieren. Ich kann mich noch erinnern, dass bei einem Wettflug alle Fenster der Schlaganlagen geöffnet wurden, damit die Tauben sich nach dem Duft des Heimatschlages orientieren konnten. Um den Duft noch zu verstärken, wurden Schläge mit Anisöl ausgespritzt. Damit, so wurde geraten, sollte man aber schon im Winter anfangen. Alles kein "Aprilscherz".

Genau so wenig wie die Aussage in dieser Zeit, dass Züchter , die in der Nähe der Nord- oder Ostsee wohnten Vorteile hätten, weil ihre Tauben sich nach dem Rauschen der Wellen orientieren.
Wer will da noch behaupten, der Brieftaubensport sei langweilig?

Gruß
Wilfried
Hallo Wilfried


für mich stellt sich die Frage, was machen und wie Orientiert sich die Taube bei hundert verschiedenen Gerüchen in der Luft oder bei starken Mitwindflügen ???
Ich behaupte mal sie fragen nach den Weg

Der wissenschaftliche Beweis dazu ???!!!


"Wir nehmen an, dass sie pausieren mussten, um zusätzliche Informationen über ihre Umgebung zu gewinnen, da sie sich nicht am Geruch orientieren konnten", sagt Anna Gagliardo.


Hier einen Beitrag zu Thema
Quelle: picture-alliance / OKAPIA KG, Ge/Okapia/Henry Ausloos
Brieftauben orientieren sich auf dem Weg zum Schlag an Gerüchen. Forscher fanden heraus: Ohne ihr rechtes Nasenloch verirren sie sich dabei.


Brieftauben verlassen sich beim Navigieren vor allem auf ihren Geruchssinn. Sie sind in der Lage, sich die Düfte der Umgebung, die der Wind in ihren Taubenschlag trägt, in der Jugend einzuprägen und sich von dieser Karte über unbekanntem Terrain leiten zu lassen. Nun haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell gemeinsam mit italienischen Kollegen der Universitäten Pisa und Trient festgestellt, dass Vögel, deren rechtes Nasenloch blockiert ist, desorientiert sind und ihren Flug häufig unterbrechen müssen. Sie konnten damit nachweisen, dass die linke Gehirnhälfte, die über das rechte Nasenloch Geruchsinformationen erhält, von elementarer Bedeutung für die Orientierung der Tauben ist.
Die erstaunliche Fähigkeit von Brieftauben, zielsicher den Weg in den heimischen Taubenschlag zu finden, ist seit Jahrhunderten bekannt. Wissenschaftlern zufolge besitzen diese Vögel einen ausgeprägten Geruchssinn sowie ein gutes Erinnerungsvermögen für Düfte, mit dessen Hilfe sie sich bereits in der Jugend eine Art Duftlandkarte der Umgebung anlegen. Allerdings können Tauben offenbar nicht gleichermaßen gut über beide Nasenöffnungen Gerüche wahrnehmen. Genau wie wir Menschen riechen sie besser mit dem rechten Nasenloch.
Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell hat gemeinsam mit Anna Gagliardo von der Universität Pisa an 31 Brieftauben untersucht, welchen Einfluss es auf die Orientierung von Tauben hat, wenn die Vögel nicht mehr mit dem rechten Nasenloch riechen können. Dazu verschlossen die Forscher einer Gruppe in der Nähe von Pisa Hand-aufgezogener Tauben das linke Nasenloch, einer weiteren Gruppe das rechte. Nachdem sie auf dem Rücken der Tauben kleine GPS-Sender befestigt hatten, wurden die Vögel etwa 40 Kilometer vom Heimatort entfernt in der Nähe des toskanischen Städtchens Cigoli freigelassen.

Die Wissenschaftler beobachteten anhand der gewonnenen GPS-Daten, dass die Tauben mit einem verstopften rechten Nasenloch verschlungenere Wege flogen. Sie rasteten häufiger und verbrachten mehr Zeit damit, die Umgebung ihrer Rastplätze zu untersuchen als die Vögel, die durch das rechte Nasenloch atmen konnten. "Wir nehmen an, dass sie pausieren mussten, um zusätzliche Informationen über ihre Umgebung zu gewinnen, da sie sich nicht am Geruch orientieren konnten", sagt Anna Gagliardo. Dieses Verhalten bestätigt nicht nur, dass in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Gerüchen ein Ungleichgewicht zwischen linker und rechter Seite besteht.
Lesen Sie auch





Anscheinend spielen Gerüche, die auf das rechte Nasenloch treffen und die in der linken Gehirnhälfte verarbeitet werden, eine besondere Rolle bei der Navigation. Wie das Vogelhirn bestimmte Sinneswahrnehmungen verarbeitet und worin die Ursache für dieses Ungleichgewicht in der Geruchswahrnehmung liegt, wissen die Forscher dagegen noch nicht.
__________________

ES IST IMMER BESSER, DASS MAN MEHR WEISS, ALS MAN SAGT!
mit freundlichen Grüßen
Werner
Mit Zitat antworten