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Alt 01.02.2017, 19:20
Benutzerbild von Alfred Weber
Alfred Weber Alfred Weber ist offline
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Standard meine Sichtweise..........

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Zitat von hill Beitrag anzeigen
Hallo Alfred, schau mal unter Forum - Taubengesundheit
Frühes Anpaaren bringt Vorteile
Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge
Hier wird quasi von einem zweiten Anpaaren abgeraten. Klingt logisch, da durch das Treiben und Legen das Training schon behindert wird
Hallo Frank,
ich füge hier den von Dir angesprochenen Beitrag von Dr. Becker hier ein, um diesen kurz von meiner Wartung aus, bzw. mit meiner Meinung, bzw. Erfahrung zu beantworten bzw. mit meinen Planungen für 2017 gegenüber zu stellen. In roter Farbe habe ich meine Antwort eingesetzt.
Nachfolgend der Auszug aus dem Beitrag von Dr. Becker(blau geschrieben) – Frühes Anpaaren bringt Vorteile:
[COLOR="Blue"]Werden die Reisetauben Mitte Januar angepaart, kann man die Weibchen auf bis zu 14 Tage alten Jungtauben ca. Mitte März wegnehmen, und die Vögel bzw. Weibchen können den Nachwuchs jeweils allein zu Ende füttern. Dadurch sitzen die Reisetiere relativ früh auf Witwerschaft[/COLOR].(Mitte März Ist in etwa gleiche Trennungszeit wie bei mir, wenn ich meine Reisetauben überbrüten lasse)
Eine weitere Anpaarung und ein erneutes Legen wird dadurch von den meisten Züchtern vermieden, die stattdessen die Möglichkeit haben, ihre Tiere frühzeitig auf die neue Saison vorzubereiten. Jeder Sportfreund kann ohne Hektik mit dem Aufbautraining am Haus beginnen und Ende März/Anfang April, wenn es das Wetter zulässt, kurze Trainingsflüge starten, um anschließend in die RV-Vorflüge einzusteigen. (Zeitmäßig genauso verläuft bei mir die Planung für das Aufbautraining meiner Reisetauben)
Ohne störende Einflüsse (z. B. Aufzucht der Jungtauben etc.) ist eine medizinische Untersuchung der Tauben ebenso problemlos möglich, wie die Durchführung etwaig erforderlicher Behandlungen. Man erspart den Tauben durch das frühe Paaren auch die gesundheitlich – und mit Blick auf den Formaufbau – risikoreiche Phase der Aufzucht kurz vor bzw. zu Beginn der Saison. (ist in dem Fall bei meiner Planung genau so)
[COLOR="Blue"]Weiterhin vermeidet man ein Absinken der Form, wie man es von der klassischen Durchführung der trockenen Witwerschaft kennt, wenn die Paare zeitnah zur Reise noch einmal auf Eier gebracht werden.
Vor diesem zweiten Gelege ist die Form meistens recht gut und das Flugverhalten am Haus häufig vorbildlich. Nach dem zweiten Gelege gibt es jedoch immer wieder Züchter, die mit der Verfassung ihrer Tiere nicht zufrieden sind.
[/COLOR](was ich nicht bestätigen kann, bzw bestätigen kann, das dies bei mir schon ganz anders verlaufen ist. Zur Bestätigung füge ich einen Auszug aus meinem Reiserückblick 2003 hier ein.
Ca. 15. April – Junge absetzen

Reisebeginn 19.April (wegen der Hühnerpest verschoben)
bis hierher keine einzige Kur
am 30 April – Mittwoch vor dem angeblich ersten Preisflug – METRO gegen Trichomonaden spritzen - leider wird wegen der Hühnerpest wieder verschoben
deshalb abends ein erneutes verpaaren der Reisetauben
1. Weibchen legt bereits am 6.5. das letzte am 9.5.

21.Mai-Mittwoch vor dem ersten Preisflug
CLONT-Tablette Wirkstoff Metronidazol gegen Trichomonaden verabreichen

25.Mai – 1. Preisflug – 2595 Tauben - die Tauben sitzen auf 16 bis 19 Tagen Gipseier
55 gereist 37 Preise = 67 % – beginn 68-70-131-148-150-154 usw. Preis bei 2595 Tauben
26.5. Montag bis Mittwochabend jede Mahlzeit Biestmilch übers Futter
29.Mai – Donnerstagabend werden die Tauben auf 20 km trainiert
während dem Transport werden die Eier aus den Nestern genommen
die Paare bleiben dann bis Samstag zusammen und werden gemeinsam eingesetzt
PS: bei der Rückkehr am Donnerstag vom Trainingsflug hecheln die Tauben
deshalb verabreiche ich wieder ein CLONT gegen Trichomonaden
218 kehrt mit aufgerissenem Kropf zurück wird von mir genäht
577 kehrt nicht zurück

1.6. – 2. Preisflug – 2465 Tauben
53 gereist 32 Preise = 60 % – beginn 9-46-49-50-61-99-100-108 usw. Preis
umstellen auf Witwerschaft
Mittwochabend 18.45 Uhr Trainingsflug 20 km
Freitagabend Trainingsflug 20km
(nie mehr am Freitag Trainingsflug machen- fressen Samstag nicht mehr)
654 zum Einsatz vergessen
248 kehrt erst am Dienstag schwer verletzt zurück – Kropf total zerfetzt – genäht - Reiseende

8.6. – 3. Preisflug – 2411 Tauben - 1. Flug auf Witwerschaft
53 gereist 37 Preise = 70 % -beginn-41-53-54-87
Sonntagabend bei Wegnahme der Weibchen – Metro spritzen
238 kommt angeflogen am Kropf und Brust zurück pausiert am 4. Preisflug

15.6. – 4. Preisflug - 2287 Tauben - Bronzemedaille knapp verfehlt
52 gereist 46 Preise = 88 % in der FG mit Zwiesel 52/47 Preise = 90 %
beginn FG bei 4718 Tauben 43-46-48-81-83-84-87-107-114-116-119-151-153-155-156-160-170-171 usw. 15 Tauben im ersten Zehntel der Preisliste !
Soviel dazu, das die Tauben bei einem zweiten Gelege in der Form abknicken…….eher vielleicht sogar das Gegenteil

Ein weiterer Vorteil der frühen Zucht liegt darin, dass man sehr frühe Nachzucht von den besten Reisetauben hat, wodurch die Grundlage für eine erfolgreiche Teilnahme an den Jungtierflügen gelegt ist.
Voraussetzung – vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Teilnahme an der Alttierreise – ist gleichwohl, dass die Reisetauben beim Anpaaren in einer Topverfassung sind. Ein vorheriger Gesundheitscheck mit Kotprobe etc. ist in jedem Falle anzuraten. Gerade wenn auch Weibchen eingekorbt werden, ist eine eingehende Vorbereitung der späteren Reisetiere erforderlich, damit es nicht schon in dieser frühen Phase des Jahres zu Substanzverlusten kommt. Allerdings darf man die Versorgung der Reisetiere nicht zu stark forcieren, um nicht das Werfen der ersten Schwinge zu riskieren. Entscheidend ist allerdings, die Paare zu trennen, sobald die Jungtauben rd. 14 Tage alt sind, um zu verhindern, dass die Weibchen ein weiteres Mal legen.
Auch diesen Absatz, das bei einem zweiten Gelege die Tauben vielleicht die 1.Schwungfeder werfen kann ich total entkräften. Ich habe 2005 vor der Reise 2 Gelege groß gezogen und das 3.Gelege
ablegen lassen und kein einziges Weibchen hat eine Schwungfeder geworfen. Ich habe sogar bei 5 oder 6 Weibchen in der Woche vor dem Endflug die 1.Schwungfeder gezogen, weil diese bis dahin noch keine geworfen haben.
Da sieht man das viele Wege nach Rom führen, man muß diese nur richtig gehen.
Danke für Deinen Beitrag Frank, aber genau mit Erfahrungsaustausch kann jeder ein wenig vom anderen lernen bzw. dessen Meinung lesen, vergleichen und dann eigene Schlüsse ziehen.

Taubengruß
Alfred :-)

PS. bin grad vom Eisstockschießen nach Hause gekommen und hab schnell geschrieben, muß aber schon wieder weg....... vielleicht Fehlerhaft und nicht richtig ausdiskutiert
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