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  #1  
Alt 12.12.2002, 10:29
uwe1 uwe1 ist offline
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Standard Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo Sportsfreunde,
hatte mich bereits im Medizin-Forum zu Wort gemeldet, leider wurde mein Beitrag bis heute nicht eingetragen!

Also zu Sache:

In der sechsten Ausgabe von Ernst Nebel Champions der Welt, beschrieb die SG Casselmann aus Großalmerode, dass sie schon seit längere Zeit ihre Tauben mit Biestmilch versorgt. Auch bin ich auf Züchter aus Belgien und Holland gestoßen, die die Biestmilch einsetzen.
Für alle die nicht wissen was Biestmilch ist, sei kurz gesagt, dass die Biestmilch von Kühen direkt nach der Geburt zur Ernährung ihrer frischgeborer Kälber produziert wird.
Sie hat auch den Namen Kolostrum (Töllner).
Die Biestmilch beinhaltet alle Lebensnotwendigen Stoffe, wie Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente die zum Aufbau eines intakten Immunsystems benötigt wird. Erhält ein Kalb nach der Geburt diese Biestmilch nicht, so stirbt es innerhalb weniger Tage!
Seit dem Einsatz von Biestmilch hat die SG Casselmann keine Probleme mehr mit der JTK auch andere Züchter bestätigen diese Aussage.
In der Humanmedizin wird die Biestmilch schon seit längeren wieder eingesezt. Sie stärkt gerade bei frisch operierten das geschwächte Immunsystem.
Sollte das die Lösung der JTK sein?

Wer ähnliche Erfahrungen mit dem Einsatz der Biestmilch gemacht hat, möge sich bitte zu Wort melden.

PS: Man bekommt die Biestmilch beim Bauern kostenlos!!!

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  #2  
Alt 12.12.2002, 13:53
Benutzerbild von Federfuss
Federfuss Federfuss ist offline
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Standard Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo Uwe1,

alles sehr gut, und richtig erklärt.
Die lebensnotwendigen Stoffe der Biestmilch, nennen sich zusammengefasst "Immungloboline". Sicher haben die meissten diesen Begriff schon gehört. Nun gibt es mehrere Tierärzte/Unternehmen die dieses Mittel bereits seit einiger Zeit vertreiben.
So z.B. ein sehr bekannter Tierarzt, der sein Produkt "Immunglobolin-Pulver" nennt. Dieses Pulver wird aus der Biestmilch gewonnen. Leider ist die Anwendung dieses Pulvers etwas umständlich. Das Pulver kommt in warmes Wasser. Danach wird es mit einem Schneebesen ca. 5 min. geschlagen. Möglicherweise wird man auch dann noch ungelöstes Pulver entdecken. Verabreicht wird die Lösung dann mit einer sogenannten "Metro-Spritze", und zwar Oral. Viel Arbeit kann ich Euch sagen. Aber vor dem Erfolg, hat der liebe Gott den Schweiss gesetzt.

Zwei meiner Sportfreunde, aus unterschiedlichen RVen, haben dieses Produkt regelmässig bei ihren Jungtauben eingesetzt. Leider hatten auch sie mit der Jungtierkrankheit zu kämpfen.
Ob nun mit Biestmilch(da Naturprodukt) ein besseres Ergebnis zustande kommt kann ich nicht sagen, jedenfalls sind in beiden Produkten Immungloboline.

Mein Fazit:
Es kann wohl sein, dass durch Immungloboline ein extremer Ausbruch unterbleibt, aber eine 100% Sicherheit kann ich nicht erkennen. Sicher kommt es hier auch auf die jeweilige Situation an.

Vieleicht wurden diese, oder ähnliche Erfahrungen auch von anderen Sportfreunden gemacht. Vieleicht wurden auch nur positive Erfahrungen gemacht. Da das Thema Jungtierkrankheit uns alle betrifft, wären weiter Stellungnahmen von grossem Interesse.

Viele Grüsse
Horst Heuter
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  #3  
Alt 12.12.2002, 14:19
uwe1 uwe1 ist offline
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Standard RE: Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo Sportfreund Heuter,

danke für Deinen Beitrag,

das die Biestmilch auch Immoglobin genannt wird ist mir auch bekannt.
Auch die Tierärzte die dieses vertreiben.
Dr. Sudhoff
Dr. Schwidde. (auf der Dose steht allerdings, dass es nur für Papageien ist.)

Das Problem ist allerdings, dass man für diese Produkte sehr hohe Preise bezahlen muss. Abgesehen davon kommt man bei regelmäßiger Gabe nicht sehr weit damit.

Warum teuer bezahlen, wenn man es umsonst bekommt!

Meiner Meinung nach verdienen die Tierärzte schon genug an unsere Ahnungslosigkeit.
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  #4  
Alt 12.12.2002, 15:12
HPfoh HPfoh ist offline
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Standard RE: Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo,

meine ersten Erfahrungen mit zwei der vertriebenen
Produkte sind recht positiv.
Ob allerdings dies allein die Lösung der JTK sein wird
wage ich zu bezweifeln.

Sicher können derartige Produkte nicht schaden und sind eine
sehr vielseitige Nahrungsergänzung.
Die direkte Gabe von Biestmilch werde ich auch testen
und habe schon entsprechend geordert.

Dass allerdings ein Kalb, welches keine Biestmilch erhält
daran eingeht ist schlichtweg ein Märchen.
Selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen weiss ich das zu beurteilen.
Gleiches müsste übrigens dann auch bei anderen Säugern der
Fall sein also auch beim Menschen.

Viele Grüsse

Hubert Pfoh
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  #5  
Alt 12.12.2002, 15:49
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Federfuss Federfuss ist offline
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Standard RE: Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo Herr Pfoh,

ja natürlich. Auch ich bin aufgewachsen, und lebe in einem Ort mit 8 Landwirtschaftlichen Betrieben. Was man als Kind so macht? Zum Bauern gehen! Was ich gelernt habe? Kann ein Kalb keine Biestmilch trinken(vieleicht weil die Mutter verstorben ist), muss sofort für Ersatz gesorgt werden. Man holte sich Muttermilch(Biestmilch) bei anderen, sonst gingen, jedenfalls die meissten, Kälber ein(Aussage nach Rücksprache mit einem 83 jährigen Bauern). Sie hatten keine angeborene Widerstandskraft! Und hier liegt er meineserachtens begraben, der Stein der Weisen. Züchter(auch von Kälbern), die ihre Tiere auf natürliche Art und Weise halten, haben hier weniger Probleme. Sie züchten nicht nach dem grössten Erfolg, sondern so wie es die Tiere anscheinend brauchen >natürlich<.
Wir brauchen keine Immungloboline für unsere Tauben, wir brauchen ein drastisches Umdenken! Frage: "Ziehen wir unsere Kinder so auf(medizinisch) wie unsere Tauben?"

Viele Grüsse
Horst Heuter
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  #6  
Alt 12.12.2002, 20:06
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Federfuss Federfuss ist offline
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Standard RE: Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo Herr Pfoh, hallo zusammen,

dem zuvor geschriebenen Artikel habe ich noch etwas Wichtiges hinzuzufügen. Ich habe nämlich vergessen, Ihnen Herr Pfoh, für das Einbringen Ihrer Erfahrungen zu danken. Das möchte ich hiermit nachholen!
Auch Sie glauben nicht, dass dies die Lösung sein wird. Schaden wird es auf keinen Fall. Da sind wir einer Meinung. Biestmilch zu testen, fällt mir allerdings noch etwas schwer. An unnatürliche Ernährung für Brieftauben kann ich einfach nicht mehr glauben, dafür habe ich die letzten drei Jahre zuviele negative Erfahrungen gemacht. Ich möchte sehr gerne überzeugt werden das dies tatsächlich hilft, dann bräuchte ich mir über meine Jungtauben keinen Kopf mehr zu machen.

Viele Grüsse
Horst Heuter
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  #7  
Alt 13.12.2002, 06:53
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Schnuffel Schnuffel ist offline
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Standard RE: Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Der Gedanke mit der Biestmilch ist für mich schon interessant,da gleich 2 Häuser weiter ein Bauer Kühe hat.Meine Frage ist jetzt aber,wie lange hält die Biestmilch,kann ich sie evtl. in Portionen einfrieren?(bei Muttermilch geht das nämlich)
Wir hatten übrigens im Gegensatz zu 90% unserer RV-Mitglieder keine Probleme mit unseren Jungen.Dies führe ich aber darauf zurück das wir sofort nach erhöhten Auftreten der Krankheit in unserer Gegend unsere Jungen weder selbst trainiert noch zu Preisflügen gesetzt haben.Die haben sich die Zeit vertrieben mit "relaxen"(fressen,saufen,baden,in der Sonne liegen)Das Ergebniss ist das wir herrlich ausgewachsene,vor Kraft trotzende Junge haben,die nun erst jährig zum Einsatz kommen.Wenn das gut klappt werden wir wahrscheinlich mit Jungen sowieso nicht mehr Reisen.Ansonsten würde ich wohl mal die Biestmilch ausprobieren.
Gruß Schnuffel
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  #8  
Alt 13.12.2002, 07:52
Champ Champ ist offline
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Beiträge: 305
Standard RE: Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo Schnuffel,

ohne dir die Hoffnung zu nehmen, aber deine Methode ist noch nicht die Lösung. Jungtauben die im Geburtsjahr nicht zum Einsatz kommen, werden später wegen ihrer Unerfahrenheit nicht mehr zu den Siegern gehören. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr! Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn du andere Erfahrungen machst, lass es uns wissen.

Gruß
Champ
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  #9  
Alt 13.12.2002, 08:26
uwe1 uwe1 ist offline
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Standard RE: Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo Schnuffel,

die Biestmilch kann man Portionsweise einfrieren. Die Bauern machen es genau so, da es immer mal wieder vorkommt, dass eine Kuh zuwenig Biestmilch gibt.

Am besten nimmt man Eiswürfelbeutel (Toppits)

Pro Kg Futter nimmt man dann ein Würfel.
Die Biestmilch sollte aber nicht über 60C aufgetaut werden!
Milch hat die Eigenschaft, dass sie sehr schnell in das Futter einzieht.

MfG Uwe Vonde
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  #10  
Alt 16.12.2002, 06:35
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Schnuffel Schnuffel ist offline
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Standard RE: Biestmilch, Lösung der Jungtaubenkrankheit?

Hallo Champ!
Deine Meinung ist sehr interessant,aber aus unserer Sicht wiederlegbar,da wir schon einmal aus persönlichen Gründen nicht an der Jungreise teilgenommen haben.Im darauffolgendem Jahr haben wir (wegen Schlecht-Wetter) nicht selber trainiert und auch nicht die RV-Vorflüge beschickt.Unsere Tauben gingen so auf den Ersten Preisflug.Wir erzielten mit den Jährigen den 1.und 2. Konkurs in RV und FG.In dem Jahr flogen wir 6mal den ersten Konkurs,erreichten diverse Meisterschaften,Jährige mit 10 Preisen ,und gerade die Jährigen waren an den Meisterschaften beteiligt!Was sagst du nun?Das kann ja nicht nur Glück gewesen sein.Vielleicht hat eine "gute Taube"es nicht nötig als jung geschickt zu werden?
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