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  #1  
Alt 22.06.2021, 10:01
Prox Prox ist offline
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Standard Orientierung und ihre Gründe

Moin Sportfreunde,

ein paar Zeilen aus dem Weser Kurier vom 22.Juni 2021.

Eine Gruppe von Forschern zeigte, dass auch Vögel gut riechen können.
Bisher ist man davon ausgegangen, dass Vögel allgemein keinen Geruchssinn haben.
Dieses wurde widerlegt bei einem Versuch mit Störchen. Diese suchen in der Regel auf abgemähten Wiesen nach Würmern und Insekten in dem kurzem Gras. Man ist bisher davon ausgegangen, dass sie durch den Lärm von Mähmaschinen, oder durch das Erkennen des kurzen Grases angelockt wurden.
Aber durch besprühen von anderen Grundstücken mit Blattstoffen haben die Störche auch diese verstärkt angeflogen. Daraus schließen die Forscher, dass dieses nur durch das Vorhandensein eines Geruchsinn möglich ist.

Auch unsere Tauben müssen/müssten dann einen Geruchsinn haben. Vor etwa 50 oder 60 Jahren wurde die These aufgestellt, dass Tauben sich im Nahbereich des Schlages auch nach dem Geruchsinn orientieren. Ich kann mich noch erinnern, dass bei einem Wettflug alle Fenster der Schlaganlagen geöffnet wurden, damit die Tauben sich nach dem Duft des Heimatschlages orientieren konnten. Um den Duft noch zu verstärken, wurden Schläge mit Anisöl ausgespritzt. Damit, so wurde geraten, sollte man aber schon im Winter anfangen. Alles kein "Aprilscherz".

Genau so wenig wie die Aussage in dieser Zeit, dass Züchter , die in der Nähe der Nord- oder Ostsee wohnten Vorteile hätten, weil ihre Tauben sich nach dem Rauschen der Wellen orientieren.
Wer will da noch behaupten, der Brieftaubensport sei langweilig?

Gruß
Wilfried
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  #2  
Alt 22.06.2021, 10:06
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taubendidi taubendidi ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Prox Beitrag anzeigen
Moin Sportfreunde,



Genau so wenig wie die Aussage in dieser Zeit, dass Züchter , die in der Nähe der Nord- oder Ostsee wohnten Vorteile hätten, weil ihre Tauben sich nach dem Rauschen der Wellen orientieren.


Gruß
Wilfried
Moin Wilfried
Ich glaube es liegt eher daran das diese Tauben nicht überfliegen !! Sie wissen genau ,wenn Wasser in Sicht ist dann sind sie zu Hause ! Ist aber nur meine Meinung.
__________________
MFG
DIETER;-)
http://rotermundtauben.de/

In den Augen meines Hundes
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Friederike Kempner
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  #3  
Alt 22.06.2021, 11:18
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Hallo Brieftaubenfreunde,
Erhard Pahnke, der Taubenversteher ist auch ein Anhänger der Geruchstheorie wie er mal in einem Gespräch erzählte.
Ich wohnte vor langer Zeit viele Jahre in einem Haus das in einer Siedlung stand, wo alle Häuser gleich aussahen. Ein und der selbe Bauherr.
Hinter unserem Haus war ein großer Gemüsegarten wo ich im Herbst anfing auf das dann brach liegende Land meinen Taubenmist per Schubkarre zu entsorgen.
Der dann da über den Winter verrottete. Eines Tages, wir hatten einen klirrenden Wolkenlosen Wintertag, gab ich meinen getrennt lebenden Vögeln, Freiflug. ( Zu der Zeit noch normal/Greife.) Ich ging dann zu meinem Wohnhaus das so ca. 800 m Luftlinie entfernt war, als ich dort ankam sah ich auf dem Dachfirst einen großen teil meiner Vögel am herumbalzen und richtig Randale machen, ich war doch arg verwundert, da oben meine Vögel zu sehen. Sie suchten ihre Weibchen, sie suchten die dort, da sie den Geruch von den Misthaufen warnahmen der dort in der klaren Luft vor sich hin dampfte. Es war genau so eingetreten wie Erhart Pahnke es erzählt hatte.

M.f.G. Haluter
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http://zuchtschlagfigoreynaertbosua.jimdo.comZum Reichtum führen viele Wege. Und die meisten sind Schmutzig" Marcus Tullius Cicero ( 106-43 v. Chr).
" Die Strafe zähmt den Menschen, macht ihn aber nicht besser" Friedrich Wilhelm Nietzsche
(1844-1900), deutscher Philosoph.

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Geändert von haluter (23.06.2021 um 13:04 Uhr)
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  #4  
Alt 23.06.2021, 04:44
Prox Prox ist offline
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Moin, Moin Sportfreunde,

und ich habe schon geglaubt, als Märchenerzähler eingestuft zu werden. Und jetzt lese ich von meinem Sportfreund Dieter, dass die Nord-und Ostseewellen doch einen Grund beinhalten, welcher den Tauben zu gute kommt. Dieter, so weit habe ich gar nicht gedacht. Du wirst damit Recht haben.

Achim, auch deine Erfahrungen, und die von dem Spitzenzüchter Prange, lassen das Ganze in einem realistischen Licht erscheinen. Wir denken im Zusammenhang mit der "Orientierung" meistens immer nur an Sonnenstand, Sonneneruptionen, Erdstrahlungen usw., aber welche Vor- und Nachteile sonst noch bei der Orientierung unserer gefiederten Freunde nützlich, oder schädlich sind, bleibt uns wahrscheinlich für immer verborgen. Der Grund, wir sind nur Menschen.

Gruß
Wilfried
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  #5  
Alt 23.06.2021, 07:11
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Hallo


Ich habe mal einen Bericht im Fernsehen ich glaube aus England gesehen.


Da hatte man festgestellt, das die Tauben auch wohl sehr viel der letzten Strecke auf ihnen bekannte Merkmale auf Sicht zum Ziel fliegen.


Man veränderte die Auflassorte, und so viel ich mich errinnere auch den Ort des Heimatschlages.
Trotzden flogen die Tauben immer wieder den ihr bekannten Punkten entlang zum Schlag.
Man stellte sogar fest , das sie z.B. einer ihr bekannten Autobahn entlang flogen. Am Ende des Fluges bogen sie fast winklich von dieses Route ab, um die letzten Km zum Schlag zu fliegen.
__________________
Gruß Hermann

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten !

„Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende – und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.“ (Mark Twain)
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  #6  
Alt 23.06.2021, 09:57
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Zitat:
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Moin Wilfried
Ich glaube es liegt eher daran das diese Tauben nicht überfliegen !! Sie wissen genau ,wenn Wasser in Sicht ist dann sind sie zu Hause ! Ist aber nur meine Meinung.
Moin Dieter,

da hast Du nicht Unrecht, das sieht man auch sehr gut an den Verläufen
der beiden Ostseerennen ( ORL ).

Gegenüber den anderen bundesweit vergleichbaren ORL sind geringere
Verlustraten dadurch gegeben, da die Ostsee eine natürchliche Grenze
bildet, welche zum Überfliegen die Tiere nicht ermutigt !

Gruß Eckhardt
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  #7  
Alt 23.06.2021, 11:41
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Zitat:
Zitat von Prox Beitrag anzeigen
Moin Sportfreunde,

ein paar Zeilen aus dem Weser Kurier vom 22.Juni 2021.

Eine Gruppe von Forschern zeigte, dass auch Vögel gut riechen können.
Bisher ist man davon ausgegangen, dass Vögel allgemein keinen Geruchssinn haben.
Dieses wurde widerlegt bei einem Versuch mit Störchen. Diese suchen in der Regel auf abgemähten Wiesen nach Würmern und Insekten in dem kurzem Gras. Man ist bisher davon ausgegangen, dass sie durch den Lärm von Mähmaschinen, oder durch das Erkennen des kurzen Grases angelockt wurden.
Aber durch besprühen von anderen Grundstücken mit Blattstoffen haben die Störche auch diese verstärkt angeflogen. Daraus schließen die Forscher, dass dieses nur durch das Vorhandensein eines Geruchsinn möglich ist.

Auch unsere Tauben müssen/müssten dann einen Geruchsinn haben. Vor etwa 50 oder 60 Jahren wurde die These aufgestellt, dass Tauben sich im Nahbereich des Schlages auch nach dem Geruchsinn orientieren. Ich kann mich noch erinnern, dass bei einem Wettflug alle Fenster der Schlaganlagen geöffnet wurden, damit die Tauben sich nach dem Duft des Heimatschlages orientieren konnten. Um den Duft noch zu verstärken, wurden Schläge mit Anisöl ausgespritzt. Damit, so wurde geraten, sollte man aber schon im Winter anfangen. Alles kein "Aprilscherz".

Genau so wenig wie die Aussage in dieser Zeit, dass Züchter , die in der Nähe der Nord- oder Ostsee wohnten Vorteile hätten, weil ihre Tauben sich nach dem Rauschen der Wellen orientieren.
Wer will da noch behaupten, der Brieftaubensport sei langweilig?

Gruß
Wilfried
Hallo Wilfried


für mich stellt sich die Frage, was machen und wie Orientiert sich die Taube bei hundert verschiedenen Gerüchen in der Luft oder bei starken Mitwindflügen ???
Ich behaupte mal sie fragen nach den Weg

Der wissenschaftliche Beweis dazu ???!!!


"Wir nehmen an, dass sie pausieren mussten, um zusätzliche Informationen über ihre Umgebung zu gewinnen, da sie sich nicht am Geruch orientieren konnten", sagt Anna Gagliardo.


Hier einen Beitrag zu Thema
Quelle: picture-alliance / OKAPIA KG, Ge/Okapia/Henry Ausloos
Brieftauben orientieren sich auf dem Weg zum Schlag an Gerüchen. Forscher fanden heraus: Ohne ihr rechtes Nasenloch verirren sie sich dabei.


Brieftauben verlassen sich beim Navigieren vor allem auf ihren Geruchssinn. Sie sind in der Lage, sich die Düfte der Umgebung, die der Wind in ihren Taubenschlag trägt, in der Jugend einzuprägen und sich von dieser Karte über unbekanntem Terrain leiten zu lassen. Nun haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell gemeinsam mit italienischen Kollegen der Universitäten Pisa und Trient festgestellt, dass Vögel, deren rechtes Nasenloch blockiert ist, desorientiert sind und ihren Flug häufig unterbrechen müssen. Sie konnten damit nachweisen, dass die linke Gehirnhälfte, die über das rechte Nasenloch Geruchsinformationen erhält, von elementarer Bedeutung für die Orientierung der Tauben ist.
Die erstaunliche Fähigkeit von Brieftauben, zielsicher den Weg in den heimischen Taubenschlag zu finden, ist seit Jahrhunderten bekannt. Wissenschaftlern zufolge besitzen diese Vögel einen ausgeprägten Geruchssinn sowie ein gutes Erinnerungsvermögen für Düfte, mit dessen Hilfe sie sich bereits in der Jugend eine Art Duftlandkarte der Umgebung anlegen. Allerdings können Tauben offenbar nicht gleichermaßen gut über beide Nasenöffnungen Gerüche wahrnehmen. Genau wie wir Menschen riechen sie besser mit dem rechten Nasenloch.
Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell hat gemeinsam mit Anna Gagliardo von der Universität Pisa an 31 Brieftauben untersucht, welchen Einfluss es auf die Orientierung von Tauben hat, wenn die Vögel nicht mehr mit dem rechten Nasenloch riechen können. Dazu verschlossen die Forscher einer Gruppe in der Nähe von Pisa Hand-aufgezogener Tauben das linke Nasenloch, einer weiteren Gruppe das rechte. Nachdem sie auf dem Rücken der Tauben kleine GPS-Sender befestigt hatten, wurden die Vögel etwa 40 Kilometer vom Heimatort entfernt in der Nähe des toskanischen Städtchens Cigoli freigelassen.

Die Wissenschaftler beobachteten anhand der gewonnenen GPS-Daten, dass die Tauben mit einem verstopften rechten Nasenloch verschlungenere Wege flogen. Sie rasteten häufiger und verbrachten mehr Zeit damit, die Umgebung ihrer Rastplätze zu untersuchen als die Vögel, die durch das rechte Nasenloch atmen konnten. "Wir nehmen an, dass sie pausieren mussten, um zusätzliche Informationen über ihre Umgebung zu gewinnen, da sie sich nicht am Geruch orientieren konnten", sagt Anna Gagliardo. Dieses Verhalten bestätigt nicht nur, dass in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Gerüchen ein Ungleichgewicht zwischen linker und rechter Seite besteht.
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Anscheinend spielen Gerüche, die auf das rechte Nasenloch treffen und die in der linken Gehirnhälfte verarbeitet werden, eine besondere Rolle bei der Navigation. Wie das Vogelhirn bestimmte Sinneswahrnehmungen verarbeitet und worin die Ursache für dieses Ungleichgewicht in der Geruchswahrnehmung liegt, wissen die Forscher dagegen noch nicht.
__________________

ES IST IMMER BESSER, DASS MAN MEHR WEISS, ALS MAN SAGT!
mit freundlichen Grüßen
Werner
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  #8  
Alt 23.06.2021, 17:43
Lessing Lessing ist offline
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Beiträge: 645
Standard Evtl auch so!?…

Die Landkarte im Schnabel
Suchen…,
LG
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  #9  
Alt 24.06.2021, 05:10
Lessing Lessing ist offline
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https://www.sueddeutsche.de/wissen/t...nabel-1.622793
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  #10  
Alt 24.06.2021, 05:23
Prox Prox ist offline
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Standard

Hallo Werner,

dein Beitrag kommt dem Thema nach meiner Ansicht sehr nahe.
Warum werden schlechte Erfolge auf den Flügen oft Krankheiten der oberen Luftwege zugeschrieben?
Warum stellen Tierärzte bei den Untersuchungen von Tauben vor Beginn der Reisesaison mehrfach Krankheiten der oberen Luftwege fest?
Weil die Tauben in der Winterzeit wegen der Greifvogelplage wochenlang in den Schlägen ihren eigenen Federstaub ausgesetzt sind. Wenn ich im Frühjahr die Generalreinigung meiner Schläge vornehme (Reinigung der Zwischendecke mit einem Laubbläser usw.), dann merke ich trotz Maske auch den Federstaub in Augen, Nase und Rachen.
Zwar ist dann meine Orientierung nicht gestört, aber richtig wohl fühle ich mich auch nicht.
Muss gestehen, dieser eventuelle Grund ist nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen, sondern ein medizinisches Fachbuch hat mir geholfen.

Gruß
Wilfried
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