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  #1  
Alt 04.02.2020, 08:14
Benutzerbild von argail
argail argail ist offline
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Standard aus alten Tauben züchten

Moin,


manche Taubenzüchter sind ja der Meinung, man sollte aus alten Tauben keine Jungen mehr züchten. Die Qualität würde nachlassen, die Besten zieht man aus Jährigen, der Kropfschleim wird im Alter schlechter usw usw usw.


Ich persönlich halte das alles für Kokolores. Die Qualität der Gene verändert sich nicht. Die gleiche Meinung hat ja auch Manfred Meyerholz. Der züchtet auch noch aus Tauben,die 17,18, 19 Jahre alt sind. Und er züchtet GUTE!!


Bewiesen hat er das mal wieder beim jetzigen Endflug des SAMDPR. Die Taube "Fire an Ice" kommt als 19. Taube von diesem knallharten Flug an. Sie ist ein Vollgeschwister vom 178, der bei Mario Talaska insgesamt 9x1.Konkurs fliegt.


Und jetzt kommt´s: der Vater dieser 2019er Taube ist von 2005 (14 Jahre) und die Mutter von 2011 (8 Jahre).


Da behaupte mal noch einer,aus alten Tauben muss man nicht mehr züchten.........


Denkt mal drüber nach.


Gruß,


Michael
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  #2  
Alt 04.02.2020, 11:09
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kressecreme kressecreme ist offline
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Hi Michael,

ich will mal etwas "provozieren"... !

Ist eine Taube wirklich eine gute Taube, wenn diese für 600 KM
sage und schreibe 25 Stunden, 58 Minuten, 3 Sekunden und 22 Millisekunden braucht?

Vom Tabellenplatz her bestimmt ... !

Zwinkernde Grüße vom
Tauben-Thorsten
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  #3  
Alt 04.02.2020, 12:15
Berliner Berliner ist offline
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Hallo
Ich habe gelernt das man durchaus mit alten Tauben züchten kann. Aber die Jungen von alten Tauben fliegen komischer weise nicht Jung sondern jährig. Also züchten aus alte ja aber die Jungen nicht für die Jungflüge sondern Altflüge. Das habe ich von Filip Herbots gelernt.

Gruss Steve
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  #4  
Alt 04.02.2020, 12:21
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argail argail ist offline
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Zitat:
Zitat von kressecreme Beitrag anzeigen
Hi Michael,

ich will mal etwas "provozieren"... !

Ist eine Taube wirklich eine gute Taube, wenn diese für 600 KM
sage und schreibe 25 Stunden, 58 Minuten, 3 Sekunden und 22 Millisekunden braucht?

Vom Tabellenplatz her bestimmt ... !

Zwinkernde Grüße vom
Tauben-Thorsten

Moin Thorsten,


von dir lass ich doch gerne "provozieren" denn ich weiß ja wie es gemeint ist


Zu deiner Frage: eine Taube,die unter diesen Flugbedingungen 1529 der anderen gesetzten Tauben hinter sich lässt, ist in meinen Augen sogar SEHR gut!


Zurückzwinkernde Grüße,


Michael
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  #5  
Alt 04.02.2020, 12:29
Berger Berger ist offline
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Zitat:
Zitat von argail Beitrag anzeigen
Moin,


manche Taubenzüchter sind ja der Meinung, man sollte aus alten Tauben keine Jungen mehr züchten. Die Qualität würde nachlassen, die Besten zieht man aus Jährigen, der Kropfschleim wird im Alter schlechter usw usw usw.


Ich persönlich halte das alles für Kokolores. Die Qualität der Gene verändert sich nicht. Die gleiche Meinung hat ja auch Manfred Meyerholz. Der züchtet auch noch aus Tauben,die 17,18, 19 Jahre alt sind. Und er züchtet GUTE!!


Bewiesen hat er das mal wieder beim jetzigen Endflug des SAMDPR. Die Taube "Fire an Ice" kommt als 19. Taube von diesem knallharten Flug an. Sie ist ein Vollgeschwister vom 178, der bei Mario Talaska insgesamt 9x1.Konkurs fliegt.


Und jetzt kommt´s: der Vater dieser 2019er Taube ist von 2005 (14 Jahre) und die Mutter von 2011 (8 Jahre).


Da behaupte mal noch einer,aus alten Tauben muss man nicht mehr züchten.........


Denkt mal drüber nach.


Gruß,


Michael
Hallo,
Der 8. Konkurs beim besagten Rennen von Hardy Krüger wurde auch aus einem 10 Jahre altem Weibchen gezogen!!

Beste Grüße
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  #6  
Alt 04.02.2020, 12:38
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taubendidi taubendidi ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Berger Beitrag anzeigen
Hallo,
Der 8. Konkurs beim besagten Rennen von Hardy Krüger wurde auch aus einem 10 Jahre altem Weibchen gezogen!!

Beste Grüße
Moin
Wir hatten bisher nur ein Tier das es auf drei 1. Konkurse gebracht hat,und der Vogel stammt aus einem 9 Jahre alten Vogel X einer 8 jährigen Täubin.
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  #7  
Alt 04.02.2020, 12:43
Yahoo Yahoo ist offline
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Moin Michael,

schön ist ja, dass jeder sich seine eigene Meinung bilden kann und darf! Und das ist auch gut so.

Ich sehe es ähnlich wie Thorsten. Die genannten Tauben, welche vorne in der Preisliste stehen, sind für mich die Glücklichen eines Fluges der total missraten ist. Für mich nicht anders, als die Glücklichen bei einer Massenankunft. Nur das hier dann wohl nicht so viele sicherlich gute Tauben in den Dreck geworfen worden sind.

Hätte ich hier Tauben mitgegeben, würde mir mein Magen arge Schmerzen bereiten, dass kann ich sagen. Solche Flüge sind aus meiner Sicht, da es schon fast nach System aussieht, als sehr fraglich anzusehen und sicherlich keine gute Werbung für den Taubensport, wie die meisten ihn als "Liebhaber" betreiben. Spaß am Hobby haben und nicht das Geschäft im Vordergrund sehend.
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Bis dann
Frank

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein!(Reinhard Mey)

>> carpe diem <<
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  #8  
Alt 04.02.2020, 12:54
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argail argail ist offline
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Zitat:
Zitat von Yahoo Beitrag anzeigen
Die genannten Tauben, welche vorne in der Preisliste stehen, sind für mich die Glücklichen eines Fluges der total missraten ist. Für mich nicht anders, als die Glücklichen bei einer Massenankunft.



Hmm, ich sehe das anders. Wenn eine Taube bei solchen Bedingungen vorne im Feld ankommt,dann hat das wenig mit "Glück" zu tun. Bei über 40 Grad mit Kopfwind und 500 KM über die Wüste.....da brauchst du viel mehr als nur Glück.


Anders bei einer Massenankunft mit 1700 m/min. Wer da als Erstes rübertrippelt......


Aber sag doch mal was zum Züchten aus alten Tauben. Für alles Andere haben wir ja den "Südafrika"-Thread.


Gruß,
Michael
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  #9  
Alt 04.02.2020, 13:48
Yahoo Yahoo ist offline
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Moin Michael,

nun mal kurz zum Eingangsthema!

Ich sehe es hier eigentlich so, wie von Dir beschrieben. Wenn die älteren Tauben, welche für die Zucht herangezogen werden sollen, ausreichend vital sind sehe ich keinen Grund aus ihnen nicht zu züchten. Das haben doch schon viele Liebhaber feststellen können, wie man immer wieder lesen und hören darf. Sollte ich bei einem alten Paar feststellen, dass bei der Aufzucht nicht alles so rund läuft (Fütterung und Wachstum), würde ich die Eier einen Ammenpaar unterlegen. Hilft auch dies dann nicht mehr, wird entsprechend gehandelt.

Allerdings glaube ich schon, dass sich das Erbgut durch diverse Umwelteinflüsse und Belastung bei der Ernährung verändern kann. Das führt dann wohl zu den sogenannten Mutationen. Wie gesagt, ich "glaube"! Das kann dann beinhalten, dass junges, weniger belastetes Erbgut mehr gute Nachkommen erzeugt, als älteres belastetes Erbgut.

Aber hier bewege ich mich nun zu sehr auf unbekannten Terrain und mache mal lieber Schluss:-)

Abschließend zu Südafrika. Die Leistung der ankommenden Tauben stelle ich nicht in Frage. Die haben sich den Arsch mehr als einmal aufgerissen. Allerdings sehe ich sie immer noch als die Glücklichen eines großen Desasters an. Meine Meinung.
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  #10  
Alt 04.02.2020, 14:19
Dennis Dennis ist offline
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Hallo Michael,

um mal alle drei Aspekte dieses Themas kurz anzusprechen:

aus alten Tauben ziehen
Viele unserer besten Tauben stammen aus Paaren gezogen, bei denen ein Partner 10 Jahre oder älter war oder sogar beide Partner zusammen 20 oder mehr Jahre auf die Waage brachten. Da es sich bei so alten Tauben immer um erwiesenermaßen gute Zuchttauben handelt, ist der Anteil guter Jungtauben an ihrer Nachzucht bei uns auch immer deutlich höher als der bei dem Nachwuchs der jüngeren "Probepaarungen". Von daher sehe ich darin kein Problem, solange beide Partner fit und vital sind.

Aussagekraft von verkrachten Flügen/Katastrophenflügen:
Meine eigene (teilweise leidvolle) Erfahrung ist, dass die Ergebnisse auf solchen Flügen unter irregulären Bedingungen in wenig bis keinem Zusammenhang stehen mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Tauben. Tauben mit 40 und mehr Preisen, die über mehrere Jahre auch bei schweren Flügen ihre Qualität bewiesen haben und auf vorherigen "Kaputten" noch zu den Schlagersten zählten, können dabei ebenso auf der Strecke bleiben, wie unerfahrene Jährige. Umgekehrt finden sich nicht selten auf den ersten Plätzen solcher Flüge Tauben wieder, die davor und danach eher zu den Wackelkandidaten zählten, die teilweise schon auf leichteren Flügen Schwächen zeigten oder später auch ausblieben.
Auch wenn man sich die Prozente der einzelnen Züchter auf solchen Flügen anschaut, stehen sie in der Regel in keinem Zusammenhang mit ihren sonstigen Leistungen (auch und ganz besonders nicht mit denen auf weiteren Flügen bei anspruchsvollen, aber regulären und fairen Bedingungen, wo sich in der Regel die Spreu vom Weizen trennt). Denn meistens landen bei den "Verkrachten" alle Züchter irgendwo bei +/-33% Preise (der Spitzenzüchter, der zuvor regelmäßig >50% vorweisen konnte und noch dazu kaum Verluste zu beklagen hatte, ebenso wie der Züchter, der zuvor kaum mal einen Preis machte und selbst bei unkomplizierten Flugverläufen regelmäßig Tauben verlor). Hier ist einfach eine ganze Menge Zufall im Spiel, speziell bei den ersten Plätzen, wo es darum geht, welche Taube/welcher Schwarm das Glück hat, die richtige Wolkenlücke etc. zu erwischen. Ich möchte dich nur mal an den kaputten Flug deines 1. Heidederbys erinnern, als eine Hochzeitstaube lange vor allen anderen ankam (korrigiere mich, wenn mich meine Erinnerung da trübt). Ich glaube nicht, dass diese tatsächlich besser war als die anderen. (Wenn doch, kannst du gerne von den Ergebnissen berichten, die sie davor und danach abgeliefert hat.)
Daher mein persönliches Fazit: Katastrophenflüge sind immer zu einem großen Teil auch von Glück und Zufall bestimmt. Ich würde grundsätzlich keine Taube als gut oder schlecht beurteilen basierend auf nur einem einzigen Flug - und erst recht nicht auf Basis eines Fluges mit irregulären Verlauf.

Kritiklose Würdigung von Teilnehmern an OLRs mit bekanntermaßen und systematischen hohen Taubenverlusten
Es geht mir ehrlich gesagt ziemlich gegen den Strich, wenn die Erfolge der Teilnehmer an Rennen wie Sun City, bei denen bekanntermaßen die Tauben mit System geopfert werden, überhaupt erwähnt werden, geschweige denn kritiklos gewürdigt. Jeder Teilnehmer solcher einschlägig als Taubenvernichtung bekannter Rennen weiß, was seinen Tauben droht, die er da hinschickt. Mit seiner Teilnahme fördert und finanziert er dieses System und er hat daher in meinen Augen auch den Verlauf solcher Endflüge mit zu verantworten.
Einerseits den Flugverlauf mit Verweis auf das Leid der Tauben zu kritisieren und andererseits die Teilnehmer vollkommen kritiklos zu würdigen und für sie Werbung zu machen, hinterlässt bei mir einen eher faden Beigeschmack.
(Und, bitte, bevor das Argument kommt, es gehe ja nur darum die Leistung der Taube zu würdigen: der betreffenden Taube ist das glaube ich herzlich egal, was hier geschrieben wird. Aber ob und wie über solche Flüge und ihre Ergebnisse generell berichtet wird oder eben nicht, kann vielleicht irgendwann dazu beitragen, dass die Teilnehmerzahlen solcher schwarzer Schafe unter den OLRs nach unten gehen und/oder dass FCI und nationale Verbände sich irgendwann endlich mal ernsthaft des brennenden Themas OLRs annehmen.)

Viele Grüße
Dennis
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