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  #11  
Alt 30.11.2020, 16:25
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Moin Dieter,

leider wurde mir mein eingestellter Beitrag nicht vollständig angezeigt, somit weiß ich auch nicht, was Du alles gelesen hast oder lesen konntest!

Soweit ich weiß hältst Du die Tauben ja in einer SG und hast an einigen Stellen auch eine Unterstützung und Entlastung (zeitlich und finanziell). Ich bin seit über 20 Jahren in der Dauernachtschicht und habe allein hierdurch schon einen anderen Tagesablauf als Du ihn wohl während deiner beruflichen Tätigkeit gehabt hast.

Neben den Brieftauben habe ich mich auch um den Ausbau meines Wohnhauses, der Bestellung des Gartens (2500 qm2), dem Hobby meiner Frau (Pferde), Hund etc. und Diensten in meiner Familie (Hausausbau etc.) gekümmert. Ich könnte mit der Aufzählung weiter machen, aber schon so sollte Dir auffallen, dass sich unsere Tagesabläufe und Leben wohl an vielen Stellen doch sehr unterscheiden. Ich habe mich bei meinen Beitrag an der Passage womöglich nicht ausreichend erklärt. Das ist dann mein Fehler. Es sollte lediglich aufzeigen, dass jeder für sich einen anderen Zeitraum für das Hobby übrig hat. Für den einen ist es die schönste Nebensache der Welt, für den anderen eine Passion ohne Raum für etwas anderes!?

Eventuell gelingt es mir ja noch meinen ganzen Beitrag einzustellen.

Ansonsten wünsche ich Dir einen netten Abend.
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Gruß aus Worpswede am Teufelsmoor bei Bremen
Frank

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein!(Reinhard Mey)

>> carpe diem <<
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  #12  
Alt 01.12.2020, 10:30
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Moin Mario,

ein sogenanntes Vorpaaren im eigentlichen Sinn habe ich noch nie für notwendig gehalten, auch fehlt mir als Berufstätiger in der Dauernachtschicht und Alleinversorger (Tauben), sowie anderen Aufgaben auf dem privaten Sektor dafür die Zeit! Ich versuche deshalb immer die Abläufe im Hobby meinem Leben anzupassen, um bestenfalls gleich mehrere für mich notwendige Dinge im Hobby in einem Vorgang abzuhandeln.

Im Grunde verhält es sich so, dass die mehrjährigen Tauben den Ablauf beim Anpaaren auch schon kennen und entsprechend gut umsetzen. Bei denen brauche ich mir keine Gedanken machen.
Anders sieht es da bei den hier unerfahrenen jährigen Tauben aus. Für sie ist nun alles Neuland, … das Erobern und Verteidigen einer eigenen Zelle, … die erste Liebe etc. … da ist für sie sehr viel Nervosität und Stress angesagt, was in der Natur der Sache liegt. Bei den meisten von uns ging oder geht es bei ähnlichen Dingen im Leben ja auch nicht anders zu.

Diesem Sachverhalt bei den Jährigen versuche ich schon frühzeitig zu begegnen, um ihnen hierfür mehr Zeit zu geben. Und um mir mögliche Bauchschmerzen zu ersparen.

Anfang bis Mitte Oktober eines jeden Jahres nehme ich die mehrjährigen Tauben vom Reiseschlag. Sie haben dann in der Regel vorher eine Jungtaube aufgezogen und/oder sitzen auf einem Gelege. Die Weibchen kommen in eine Außenvoliere und die Männchen in den Jungtaubenschlag mit angrenzender Außenvoliere.

In dieser Zeit betrachte ich mir parallel den Gesundheitszustand des gesamten Bestandes fürs Jahr abschließend, um sie für die kommende Vermehrungsperiode gut vorbereitet zu sehen. Im Dezember oder Januar wird der Bestand dann in Absprache mit dem Tierarzt mittels Kombiimpfstoff (Paramyxovirose etc.) einmalig geimpft (kein Booster).

Der leere Reiseschlag wird nun in Gänze gründlich gereinigt, wobei ich auch die Zwischendecke öffne und diese von oben absauge. Nach der Reinigung wird der komplette Schlag inklusive Inventar (Futtertröge, Zellen, Schlagboden, Wände, Dachstuhl) mit dem Brenner vorsichtig ausgebrannt, um die vorhandenen Keime stark zu dezimieren und andere Dinge, wie Spinnweben etc., zu entfernen (Feuerlöscher steht in Griffweite, entsprechende Zeit im Anschluss als Brandwache nehme ich mir).

Hinweis: Bei einem Schlag im Dachgeschoss des Wohnhauses lehne ich das Ausbrennen mittels Flamme strikt ab. Das kann sehr böse ausgehen – Finger weg.

Die Zellen der mehrjährigen Männchen werden nun alle geschlossen. Die zu Vergebenden sind dementsprechend für die zukünftigen Jährigen halbseitig offen.

Nun kommen sämtliche Jungtauben (Weibchen & Männchen), welche für die kommende Reisezeit relevant sind, auf den Reiseschlag. Sie finden so genügend Ruhe bzw. Zeit, um sich ihr eigenes Territorium zu suchen und lernen es gegen andere zu behaupten. Ganz nebenbei finden sich die Paare bei freier Liebe zusammen. In dieser Zeit verschwinden Sitzgelegenheiten, wie Sitzreiter etc., damit die Tauben sich auf die Zellen konzentrieren und annehmen.

Die Jungtauben bleiben nun circa vier Wochen auf dem Reiseschlag zusammen, dass entscheide ich je nach Anpaarungstermin fürs anstehende Jahr. Manchmal spielt auch einfach Lust und Laune eine Rolle - da mache ich keine Wissenschaft draus. Sollten die jungen Weibchen mal legen, nehme ich die Eier halt weg.

Je nach Anpaarungstermin entscheide ich auch, wann die mehrjährigen Männchen wieder auf den Reiseschlag landen.

Sollte der Termin schon im Dezember sein (um Heiligabend herum), bekommen die jährigen Männchen, die auf dem Reiseschlag verblieben sind, ihre Weibchen zuerst. Die Zellen öffne ich dann ganz, noch ohne Nistschale. Die mehrjährigen Männchen folgen dann tags darauf und werden in den Nachmittagsstunden mit ihren Mädels in ihren Zellen weggesperrt (Nistschale ist vorhanden), um sich erst mal mit diesen dort in Ruhe zu vergnügen und in der Nacht runterzufahren. Am nächsten Morgen wird vor der Fütterung alles geöffnet, dann brummt der Laden. Es gibt nun ein bis zwei Stunden ein wenig Kuddelmuddel, weshalb ich in der Zeit auf den Schlag verbleibe, um helfend eingreifen zu können. Sollte unter den mehrjährigen Männchen ein Flitzer sein, der meint alle Jährigen mal begrüßen zu müssen, bekommt er mit seinem Weibchen nochmals Arrest und unter Aufsicht später erneuten Freigang.

Ist der Termin zum Anpaaren erst im Frühjahr, setzte ich die mehrjährigen Männchen im Dezember zeitgleich am Nachmittag wieder auf den Reiseschlag. Die Zellen der Jährigen sind dann nur halbseitig offen, damit sie sich dort den Alten präsentieren und es leichter haben einen anfliegenden abzuwehren. Die mehrjährigen Männchen haben eine komplett geöffnete Zelle, was für mehr Ablenkung bei ihnen sorgt. Sollte unter ihnen einer sein, der es nötig hat sich persönlich bei jeden vorstellen zu müssen, landet er zeitweise im Arrest.

Beim Anpaaren zur Vermehrung im Dezember oder Frühjahr lege ich keinen gesteigerten Wert darauf, dass alle Paare gleichzeitig legen. Die Jährigen brauchen da bei mir schon mal, trotz der Vorbereitung, ein wenig länger. Da bleibe ich locker und lasse die anderen gerne reden – jedem das Seine.

Da ich über Winter die Tauben wegen dem Habicht wegsperren muss, habe ich auf dem Reiseschlag dann am Einflug eine Dachvoliere angebaut, um den Jährigen das Rausgehen und Einspringen dort schon anzugewöhnen. Am Schlag eingewöhnt werden die Reisetauben nach dem Trennen vom ersten Gelege (circa 2 Wochen), dann sofort beim Zusammenkommen zum zweiten Gelege. Das ist dann so Ende Februar, Anfang März.

Eventuell konnte ich Dir ein paar Denkanstöße liefern.
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Gruß aus Worpswede am Teufelsmoor bei Bremen
Frank

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Geändert von Yahoo (01.12.2020 um 15:29 Uhr)
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  #13  
Alt 02.12.2020, 09:42
Strasser_84 Strasser_84 ist offline
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Hallo Frank,
in Deinem Beitrag zum Thema "Vorpaaren" ist mir nicht klar, wie Du mit den Weibchen der mehrjärigen Männchen verfährst.

Siehe nachstehendes Zitat von dir:

Anfang bis Mitte Oktober eines jeden Jahres nehme ich die mehrjährigen Tauben vom Reiseschlag. Sie haben dann in der Regel vorher eine Jungtaube aufgezogen und/oder sitzen auf einem Gelege. Die Weibchen kommen in eine Außenvoliere und die Männchen in den Jungtaubenschlag mit angrenzender Außenvoliere.

Behalten die überjährigen Männchen immer die Weibchen des Vorjahres?

Da ich die Vor-und Anpaarung ähnlich durchführe, müssen bei mir die Zellen der überjährigen Weibchen ebenfalls beim Einlassen der Jungen geschlossen bleiben.

Bitte um Aufklärung.

Rainer
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  #14  
Alt 02.12.2020, 14:50
Yahoo Yahoo ist offline
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Moin Rainer,

da ich nur die Männchen spiele bzw. gespielt habe (ich höre zum 31.12.2020 mit dem aktiven Brieftaubensport wegen Vorfällen in der Alttaubenreise und fehlender Gesprächs- und Kompromissbereitschaft bei den Ansprechpartnern auf), brauch(te) ich nicht so ein gewaltiges Augenmerk auf die Weibchen legen!

Ich habe selbst sehr gerne wenig Stress und versuche dies auch bei den Tauben weitestgehend zu vermeiden. Von Natur aus leben die Tauben ja in Monogamie, was ich respektiere und bei mir nach Möglichkeit umsetze. Ich versuche Zwänge in jeglicher Form zu vermeiden und den Tauben, unseren lieben kleinen Sportkameraden, auf dieser Weise ein Stück Natürlichkeit und lebenswerte Räume zu erhalten. Es ist halt als Gegenpol für die Zwänge der Reise zu betrachten.

Ersatz benötige ich lediglich, wenn Weibchen vom Raubvogel (bei mir der Habicht und Sperber) geschlagen wurden, mal eines einfach nicht mehr legen will oder anhaltende gesundheitliche Schwäche bei ihnen das erfordert.

Ich hoffe, dass ich Dir deine Frage zumindest Ansatzweise beantworten konnte.

Wünsche Dir einen erholsamen Feierabend.
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Gruß aus Worpswede am Teufelsmoor bei Bremen
Frank

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Geändert von Yahoo (02.12.2020 um 14:59 Uhr)
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  #15  
Alt 02.12.2020, 16:35
Benutzerbild von Alfred Weber
Alfred Weber Alfred Weber ist offline
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Standard was interessiert mich mein Gerede von Gestern...

war ein Ausspruch von Konrad Adenauer den Du sicher schon öfter als einmal geört hast lieber Frank...
und auch ich und sicherlich viele andere auch...sind im Taubraleben immer wieder durch solche Niederungen gegangen und doch...sind Sie dem Sport auch weiterhin treu geblieben.

Hallo Frank...
so sitzt auch Du anscheinend jetzt in einer solchen Talsohle fest...und hast im Moment die Schnautze voll von allem Taubragesülze was das so auf Dich eindrängt und nimmst das vielleicht auch viel ernster als es gemeint ist von Deinen dich umgebenden Sportfreunden.

Es ist sicherlich nicht immer einfach mit den Gedanken und Handlungen anderer zu kommunizieren und doch...gerade in solchen Situation ist es oftmals sehr viel besser das ganze einfach mal sacken zu lassen...ein wenig Abstand von dem ganzen zu nehmen und wenn sich der ganze aufgestaute Streß wieder gelegt hat...der sicher nicht allein von Deinen dich umgebenden Taubra-Kollegen kommt, sondern es spielen oftmals auch noch ganze nebenbei andere Dinge mit eine Rolle...wenn man zu so einem Schluß kommt wie Du und ich und andere…umso schöner geht es dann wieder weiter Frank;-)

Wenn ich das bei mir anschaue Frank...im letzten Jahr 2019 direkt nach einer erfolgreichen Reise hatte ich trotzdem nichts anderes mehr im Kopf, als von einer Minute auf die andere ganze einfach alle Tauben weg zu machen. Es hat sich langsam über Jahre bei mir aufgebaut und irgendwann kommt dann eine Initialzündung...und man wirft Hals über Kopf alles über Bord, was einem über viele viele Jahre Freude pur bereitet hat.
Jetzt etwas mehr als ein Jahr später bin ich sehr sehr froh...das ich wieder mit an Bord bin bei meinem Zeit Lebens geliebten Taubensport und ich habe wieder einen Eifer...wie ich einen solchen sicher schon seit vielen Jahren nicht mehr gehabt habe.

So kann ich nur an Dich appellieren Frank...mach nicht den Fehler wie ich und viele andere auch gemacht haben...reiße Taubenschlag und Mobilar nicht nieder...sonst gehts Dir wie mir...und Du bist wieder Tage und Wochenlang beim aufbauen wie ich ;-)

Grad jetzt wo für Dich die schönen Jahre im Taubensport doch erst kommen...ich sage Dir eines Frank...Brieftaubensport im Alter und später in der Rente...nichts gibts schöneres und die Tage vergehen viel zu schnell und von Langeweile...keine Spur.

Also Frank...weiter gehts...den alles kann man aussprechen und wieder ins Lot bringen.

Ich drück Dir fest den Daumen

Taubengruß
Alfred Weber
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  #16  
Alt 03.12.2020, 08:35
Prox Prox ist offline
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Hallo Frank, hallo Alfred,

ich habe eure Beiträge mit Verständnis, aber auch mit viel Gefühl gelesen.
Ich habe mich in einer ähnlichen Lage befunden. Ich lebe seit der Erkrankung meiner Frau und nach 58 jähriger Ehe alleine in einem riesen großem Haus mit einem 1100 Quadrat großem Garten und 100 Tauben.
Was am Anfang dieser Situation für mich noch händelbar war, indem ich mir gesagt habe, "auch das schaffst du noch", das hat sich für mich inzwischen zu einem nicht mehr lebenswertem Leben entwickelt. Der einzige Halt für mich sind meine Tauben. Doch als wenn das alles noch nicht genug ist, kam für mich eine vom Gefühl her sehr schwere Erkrankung hinzu. Meine Gedanken kreisten dabei aber nicht nur um mich, sondern in erster Linie, was wird aus meinen Tauben, wenn sich meine Phantasie bewahrheitet? Mein Entschluss stand fest, wenn es darauf hinaus laufen sollte, dass es für mich "eng" wird, dann lasse ich meine Tauben nicht alleine. Die haben mir 83 Jahre Freude und Sorgen bereitet.
Vor 2 Tagen habe ich meine Diagnose bekommen. Original Ton Arzt, Herr ......, wenn sie so weiter machen, werden sie 100 Jahre alt. Dieser Satz hat nicht nur mich gerettet, sondern auch meine Tauben. Uns wurde eine Zukunft geschenkt.

Wenn sich jetzt der Eine, oder Andere denkt, warum lässt der seine Gedanken und Gefühle in der Öffentlichkeit so freien Lauf, dann kann ich es verstehen. Aber wenn Züchter und Tauben so einen "Freifahrtschein" bekommen, dann hat man das Gefühl, es mit Sportfreunden teilen zu müssen, die sich evtl. in einer ähnlich aussichtslosen erscheinenden Situation befinden, und es dann ansatzweise auch verstehen können.

Gruß
Wilfried
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  #17  
Alt 03.12.2020, 11:51
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Zitat:
Zitat von Prox Beitrag anzeigen
Vor 2 Tagen habe ich meine Diagnose bekommen. Original Ton Arzt, Herr ......, wenn sie so weiter machen, werden sie 100 Jahre alt. Dieser Satz hat nicht nur mich gerettet, sondern auch meine Tauben. Uns wurde eine Zukunft geschenkt.
Hallo Wilfried,

das sind doch super Nachrichten! Für dich und deine Tauben! Und ich denke dass du deine Fitness u.a. zu einem sehr großen Teil den Tauben verdankst - das weißt du ja auch. Die Tauben halten uns fit- Jung und alt. Während andere auf ihrem Sofa versauern müssen wir füttern, sauber machen, anpaaren, die Tauben trainieren....ein besseres Fitnessprogramm findet man in keinem Studio!

Gruß Sascha
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  #18  
Alt 03.12.2020, 12:16
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taubendidi taubendidi ist offline
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Zitat:
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Hallo Frank, hallo Alfred,

ich habe eure Beiträge mit Verständnis, aber auch mit viel Gefühl gelesen.
Ich habe mich in einer ähnlichen Lage befunden. Ich lebe seit der Erkrankung meiner Frau und nach 58 jähriger Ehe alleine in einem riesen großem Haus mit einem 1100 Quadrat großem Garten und 100 Tauben.
Was am Anfang dieser Situation für mich noch händelbar war, indem ich mir gesagt habe, "auch das schaffst du noch", das hat sich für mich inzwischen zu einem nicht mehr lebenswertem Leben entwickelt. Der einzige Halt für mich sind meine Tauben. Doch als wenn das alles noch nicht genug ist, kam für mich eine vom Gefühl her sehr schwere Erkrankung hinzu. Meine Gedanken kreisten dabei aber nicht nur um mich, sondern in erster Linie, was wird aus meinen Tauben, wenn sich meine Phantasie bewahrheitet? Mein Entschluss stand fest, wenn es darauf hinaus laufen sollte, dass es für mich "eng" wird, dann lasse ich meine Tauben nicht alleine. Die haben mir 83 Jahre Freude und Sorgen bereitet.
Vor 2 Tagen habe ich meine Diagnose bekommen. Original Ton Arzt, Herr ......, wenn sie so weiter machen, werden sie 100 Jahre alt. Dieser Satz hat nicht nur mich gerettet, sondern auch meine Tauben. Uns wurde eine Zukunft geschenkt.

Wenn sich jetzt der Eine, oder Andere denkt, warum lässt der seine Gedanken und Gefühle in der Öffentlichkeit so freien Lauf, dann kann ich es verstehen. Aber wenn Züchter und Tauben so einen "Freifahrtschein" bekommen, dann hat man das Gefühl, es mit Sportfreunden teilen zu müssen, die sich evtl. in einer ähnlich aussichtslosen erscheinenden Situation befinden, und es dann ansatzweise auch verstehen können.

Gruß
Wilfried
Hallo Wilfried
Das freut mich sehr für dich ! Noch mehr hätte es mich aber gefreut wenn du das gemacht hättest was du versprochen hast, auch ich habe mir große Sorgen gemacht.........Aber egal,Hauptsache deine Befürchtungen haben sich ins Gegenteil verkehrt
__________________
MFG
DIETER;-)
http://rotermundtauben.de/

In den Augen meines Hundes
Liegt mein ganzes Glück,
All mein Inneres, Krankes, Wundes
Heilt in seinem Blick.

Friederike Kempner
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  #19  
Alt 03.12.2020, 13:24
Prox Prox ist offline
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Hallo Dieter,

ich weiß, ich habe gesagt, wenn ich die Diagnose bekomme, sage ich dir sofort Bescheid.
Aber diese 2 Tage nach der Diagnose waren für mich so unreal, dass ich nur an mich und meine Tauben gedacht habe bzw. denken konnte.
Ich mag es fas nicht schreiben, aber ich habe auf dem Taubenschlag gesessen, und ich konnte beim Anblick meiner Tauben die Freudentränen nicht zurück halten. Meine Gefühle haben meine Gehirnaktivitäten an die zweite Stelle verdrängt. Und ich konnte/wollte auch keine Änderung herbeiführen. Diese innerliche Freude haben mir gezeigt, wieviel Herz und Schmerz ein Hobby mit Tieren auslösen kann.

Gruß
Wilfried

Hallo Sascha,

genau so ist es. Die Tauben halten uns körperlich und geistig fit. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich bei der Frage, "wo stammt denn die/der raus"? bei den Großeltern immer öfter mein schlaues Buch zur Hilfe nehmen muss.
Aber die Leute, die diese Fragen stellen, zeigen dafür in der Mehrzahl aus eigener Erfahrung immer großes Verständnis. Somit hat unsere allgemeine Altersstruktur nicht nur Nachteile

Gruß
Wilfried
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  #20  
Alt 03.12.2020, 15:15
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womble womble ist offline
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Standard Ganz einfach

Servus mario.

Die Zuchttauben paarst du vor und die Reisetauben paarst du nicht vor.

So hab ich das in meiner aktiven Zeit gemacht. Wenn du wissen willst warum, dann telefonieren, sonst wird das zu lang.

Gruß
Christian
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