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  #1  
Alt 18.10.2009, 09:03
Tobbe Tobbe ist offline
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Registriert seit: 07.11.2006
Ort: Geseke
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Böse Taube rupft sich selbst

Hallo Sportsfreunde

ein alter Reisevogel von 2007 beginnt vor ca. 3 Wochen einige Federn zwischen Brust und Kropf zu verlieren. Soweit gar nicht ungewöhnlich, die anderen Tauben beginnen auch nach und nach mit der Körpermauser. Die Stelle wird aber immer größer und man kann bis auf das nackte Fleisch gucken. Dann beginnt diese Stelle aber blutig zu werden. Wie als wenn die Taube einen Unfall beim Flug gehabt hat. Das kennt sicher jeder Taubenzüchter.
Jetzt geht es aber kurios weiter. Die Wunde verheilt nicht sondern wird immer größer. Die Taube pickt sich ständig darin rum, zieht sich selbst Federn heraus und reißt sich die Haut auf. Wir haben es mit Bepanthen versucht einzucremen, das verschlimmert die Sache aber nur, weil die verschorften Stellen aufgeweicht werden und die Taube den Schorf anknabbert und alles wieder offen ist. Der betroffene Bereich wird immer größer.
Wir haben den TA kontaktiert. Der sagt uns, man kenne dieses Phänomen, wisse aber bislang keine Lösung. Bei manchen Tauben gibt sich das wieder. Bei einigen hilft eine Behandlung mit Ivomec (haben wir vor ca. einer Woche gegeben, bislang keine Besserung). Man hätte diese Tauben mit den gleichen Problemen schon von oben bis unten untersucht und hätte keine Krankheiten finden können.

Jetzt frage ich euch. Gibt es jemanden, der schonmal ein ähnliches Problem mit einer Taube gehabt hat? Kennt jemand eine Möglichkeit der Behandlung? Was kann die Ursache sein? und und und

Von soetwas habe weder ich noch mein Vater bislang gehört, geschweige denn es selbst gesehen.

Ein paar Informationen noch.
Die Taube hat seit ihrer Geburt kein auffälliges Verhalten gezeigt sondern war ganz normal. Sie hat einige Spitzenpreise geflogen. Auch bei den Nachzuchten gibt es keine Auffälligkeiten. Als die Taube anfing sich zu Rupfen war sie angepaart mit dem gleichen Weibchen wie immer. Sie saßen auf Eier. Mittlerweile sind die Tauben getrennt. Die Taube hat noch nicht mit der Körpermauser begonnen. Alle anderen Tauben auf dem Schlag und generell in unserem Bestand zeigen dieses Verhalten nicht. Die Taube sitzt seit 2 Jahren auf dem gleichen Schlag in der gleichen Zelle

Ich würde mich über Hilfe wirklich sehr freuen.
Wenn es jemandem weiterhilft würde ich auch noch versuchen ein Foto hier einzustellen.

Schöne Grüße
Tobbe
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  #2  
Alt 18.10.2009, 09:31
Benutzerbild von Jörch
Jörch Jörch ist offline
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Hallo,

ich würde versuchen, der Taube eine Art Kragen zu basteln.
Damit sie nicht mehr rankommt.
Und dann mal weiter beobachten.

Grüße, Jörg
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  #3  
Alt 18.10.2009, 09:59
WernerW WernerW ist offline
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Zitat:
Zitat von Tobbe Beitrag anzeigen
Hallo Sportsfreunde

ein alter Reisevogel von 2007 beginnt vor ca. 3 Wochen einige Federn zwischen Brust und Kropf zu verlieren. Soweit gar nicht ungewöhnlich, die anderen Tauben beginnen auch nach und nach mit der Körpermauser. Die Stelle wird aber immer größer und man kann bis auf das nackte Fleisch gucken. Dann beginnt diese Stelle aber blutig zu werden. Wie als wenn die Taube einen Unfall beim Flug gehabt hat. Das kennt sicher jeder Taubenzüchter.
Jetzt geht es aber kurios weiter. Die Wunde verheilt nicht sondern wird immer größer. Die Taube pickt sich ständig darin rum, zieht sich selbst Federn heraus und reißt sich die Haut auf. Wir haben es mit Bepanthen versucht einzucremen, das verschlimmert die Sache aber nur, weil die verschorften Stellen aufgeweicht werden und die Taube den Schorf anknabbert und alles wieder offen ist. Der betroffene Bereich wird immer größer.
Wir haben den TA kontaktiert. Der sagt uns, man kenne dieses Phänomen, wisse aber bislang keine Lösung. Bei manchen Tauben gibt sich das wieder. Bei einigen hilft eine Behandlung mit Ivomec (haben wir vor ca. einer Woche gegeben, bislang keine Besserung). Man hätte diese Tauben mit den gleichen Problemen schon von oben bis unten untersucht und hätte keine Krankheiten finden können.

Jetzt frage ich euch. Gibt es jemanden, der schonmal ein ähnliches Problem mit einer Taube gehabt hat? Kennt jemand eine Möglichkeit der Behandlung? Was kann die Ursache sein? und und und

Von soetwas habe weder ich noch mein Vater bislang gehört, geschweige denn es selbst gesehen.

Ein paar Informationen noch.
Die Taube hat seit ihrer Geburt kein auffälliges Verhalten gezeigt sondern war ganz normal. Sie hat einige Spitzenpreise geflogen. Auch bei den Nachzuchten gibt es keine Auffälligkeiten. Als die Taube anfing sich zu Rupfen war sie angepaart mit dem gleichen Weibchen wie immer. Sie saßen auf Eier. Mittlerweile sind die Tauben getrennt. Die Taube hat noch nicht mit der Körpermauser begonnen. Alle anderen Tauben auf dem Schlag und generell in unserem Bestand zeigen dieses Verhalten nicht. Die Taube sitzt seit 2 Jahren auf dem gleichen Schlag in der gleichen Zelle

Ich würde mich über Hilfe wirklich sehr freuen.
Wenn es jemandem weiterhilft würde ich auch noch versuchen ein Foto hier einzustellen.

Schöne Grüße
Tobbe
Hallo
schau mal hier rein :
http://www.internet-taubenschlag.de/...ff03/index.htm

und hier auch:
http://www.chevita.com/de/tauben/beh...oparasiten.php
__________________

ES IST IMMER BESSER, DASS MAN MEHR WEISS, ALS MAN SAGT!
mit freundlichen Grüßen
Werner
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  #4  
Alt 18.10.2009, 10:06
Dennis Dennis ist offline
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Hallo Tobbe,

ich kenne das Problem des sich selber Rupfens zwar nicht bei der Taube, aber bei Papageien und Sittichen tritt es leider sehr oft auf. Dort ist es oft Folge einer Verhaltensstörung. Das würde ich bei einer Taube eher nicht vermuten. Meine Vermutung wäre, das entweder das Federwachstum während der Mauser einen Juckreiz erzeugt hat, oder dass tatsächlich ein Parasiten-Befall vorliegt. Für das häufig geschilderte Problem der abgebrochenen Federn im Brustbereich sollen - nach dem was man hört - Federbalgmilben verantwortlich sein, aber wirklich gesichterte Erkenntnisse sind meines Wissens noch nirgendwo veröffentlicht worden. Dass dies sogar zu nicht verheilenden Hautwunden führt, habe ich allerdings noch nicht gehört. Eine Behandlung mit Ivomec, wie von dem Tierarzt angeraten, ist sicher in deinem Fall nicht verkehrt.

Sollte dein Tierarzt ansonsten keine Gründe gefunden haben, warum die Wunde nicht abheilt, kann dies auch daran liegen, dass die Tauben ständig weiter daran herumpzupft. Dann muss man verhindern, dass die Taube mit ihrem Schnabel an die Stelle kommt. Eine Möglichkeit wäre, die Taube in einer Vorrichtung aufzuhängen, wie man sie sonst für Tauben mit gebrochenen Beinen benutzt. So könnte die Taube auch mit ihren Beinen nicht an Wunde kratzen. Die Wunde sollte dabei möglichst frei liegen, um gut abheilen zu können.
Eine andere Möglichkeit wäre eine "Halskrause", wie man sie bei Papageien einsetzt. Bei den Kollegen der Zier- und Wildvogelklinik in Hannover werden dafür Schaumstoff-Isolierungen für Wasserrohre eingesetzt, ähnlich wie auf dem folgenden Bild gezeigt: http://hurra50plus.de/__oneclick_upl...chaumstoff.jpg
Davon ein Stück mit dem passenden Innendruchmesser kaufen (für die Taube würde ich etwa 2-2,5 cm schätzen, wenn nötig kann man innen aber auch noch ein bisschen Material herausschälen, um den Durchmesser zu vergößern). Ein Stück von passender Länge zuschneiden, so dass der Hals der Taube so weit gestreckt ist, dass sie mit dem Schnabel nicht mehr an ihre Brust kommt. Überstreckt darf er natürlich nicht sein. Ich würde vielleicht erstmal 4-5 cm ausprobieren. Das Rohr der Länge nach aufschneiden, aufklappen und um den Hals legen. Wenn es klappt, dann den Längsschnitt mit Leukoplast wieder locker zukleben. Am besten genug Material für mehrere Versuche kaufen. Die Kanten oben und unten sollten abgerundet und evtl. mit Leukoplast abgeklebt sein.
Papageien tolerieren so eine Halskrause nach ein bisschen Gewöhnungszeit recht gut. Wie das bei Tauben ist kann ich aber nicht sagen. Deswegen die Taube gut beobachten, wie sie sich verhält, ob sie frisst und trinkt (dafür flache Näpfe hinstellen, denn mit Tränke und Futterkrippe dürfte es schwierig werden). Die Taube unbedingt in einen Korb oder eine niedrige Einzelbox setzen, denn Fliegen wird sie damit wohl kaum können. Da es sich um einen Vogel handelt, dürfte er außerdem auf dem Schlag bei Raufereien den kürzeren ziehen und wie sich so eine Halskrause mit dem aufgeblähten Halsluftsack beim Gurren verträgt, kann ich auch nicht sagen. Deswegen auf jeden Fall einzeln setzen.

Wenn keine weiteren Komplikationen mit der Wunde auftreten, sollte diese nach 1-2 Wochen abgeheilt sein und die Halskrause bzw. Hängevorrichtung kann wieder weg. Wenn nicht, liegt doch noch ein anderes Problem vor und du solltest wieder zum Tierarzt.

Zusammenfassend:

Tierarzt konsultieren und Gründe für die nicht verheilende Wunde suchen und eventuell behandeln lassen.

Wenn keine Gründe außer des Zupfens selbst gefunden werden, muss das Zupfen verhindert werden. Zwei potentielle Möglichkeiten sind oben beschrieben. Dabei darauf achten, dass die Taube es auch toleriert. Wundbehandlung wie vom Tierarzt empfohlen.

Wenn keine Heilung eintritt, erneut zum Tierarzt gehen.

Gruß,
Dennis
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  #5  
Alt 18.10.2009, 10:19
WernerW WernerW ist offline
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Zitat:
Zitat von WernerW Beitrag anzeigen
Hier noch was dazu:

http://vetstudy.johanneslink.de/pafiledb3/uploads/gefl-Befiedgsstoerungen.doc
__________________

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mit freundlichen Grüßen
Werner
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  #6  
Alt 18.10.2009, 11:26
fehlfarben fehlfarben ist offline
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Hallo Tobias ,

bei Papageien wie Ara's und Graupapageien kennt man auch Federrupfen . Dies hat aber meistens Einsamkeit als Grund , was bei deiner Taube aber nicht sein kann . Vielleicht kennt dein TA das Phänomen daher ?
In einer Fachzeitschrift ( glaube , es war die " Geflügelbörse " oder so ähnlich ) stand vor vielen Jahren einmal was darüber . Die Seiten hatte ich herausgerissen , lange Zeit in einer Schublade deponiert und irgendwann doch weggeworfen . Aus den Augen , aus dem Sinn : deshalb weiss ich nur nur Bruchstücke aus dem Text . Zur Heilung wurde wurde Vitamin K gegeben . In diesem Bericht war auch zu lesen , dass es Unterschiede im Vitamin K gibt ; K 1 - K2 - K3 . Das eine ist künstlich hergestellt , das andere kommt natürlich in Pflanzen vor , ist aber lichtempfindlich und nur von kurzer Haltbarkeit , das dritte weiss ich nicht mehr . Woran ich mich noch erinnern kann , ist ,dass nur das natürliche gut geholfen haben soll und auch bei Durchfall angewendet werden könnte .
Also mal recherchieren im Internet .
Wenn es aber Parasiten sind , so müßten die durch entsprechende Mittel wegzubekommen sein .

Einen schönen Gruß

Helmut
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  #7  
Alt 18.10.2009, 11:59
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Sigi Sigi ist offline
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Hallo Sportfreunde!

Das Beste Mittel gegen kahlgerupfter Brust ist aus meiner Erfahrung eine Mischung vom Apotheker. Und zwar.
Ein Lieter Spiritus, 90%. mit 6% Salizyl mischen lassen. Diese Mischung dann der auf den Rücken haltenden Taube, Kopf nach unten hängend, mit einer Verschlusskappenfüllung, den gesamten Brustraum bis hin zum Schnabel begießen. Bei herunterhängendem Kopf der Taube genügt es, wenn an einer Stelle des Brustbeines unter den Federn eingegossen wird. Die flüssigkeit verläuft dann bei leichtem nach links oder rechts drehen bis zum Unterschnabel. Nach einmaliger Behandlung war das Problem immer behoben. Auch bei anderen Liebhabern, denen ich dieses enpfohlen habe, oder es bei deren Tauben angewandt habe hatten gleiche Erfolge damit. Bitte probieren und darüber Berichten.
Viele Grüße Sigi.
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  #8  
Alt 18.10.2009, 12:18
OOO OOO ist offline
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Zitat:
Zitat von Tobbe Beitrag anzeigen
... Die Stelle wird aber immer größer und man kann bis auf das nackte Fleisch gucken. Dann beginnt diese Stelle aber blutig zu werden. ... Die Wunde verheilt nicht sondern wird immer größer. Die Taube pickt sich ständig darin rum, zieht sich selbst Federn heraus und reißt sich die Haut auf. Wir haben es mit Bepanthen versucht einzucremen, das verschlimmert die Sache aber nur, weil die verschorften Stellen aufgeweicht werden und die Taube den Schorf anknabbert und alles wieder offen ist. Der betroffene Bereich wird immer größer....

...Jetzt frage ich euch. Gibt es jemanden, der schonmal ein ähnliches Problem mit einer Taube gehabt hat? ...
Hallo Tobias,
exakt das beschriebene Krankheitsbild hatte dieses Jahr einer meiner Zuchtvögel, der 235. Angefangen hatte alles mit einer leichten Verletzung im Kropfbereich, als der Vogel durch eine Katze aufgeschreckt, irgendwo gegen geflogen war. Dem Vogel ging es zunächst prima, und ich maß der nur oberflächlichen Verletzung keine größere Bedeutung bei, und sie schien auch normal abzuheilen.

Zwei-drei Wochen später pickte er jedoch ständig an dieser Verletzung herum, es sah so aus als wolle er nur den Schorf entfernen, doch er pickte sich den Bereich richtig blutig. Zudem wurde das Areal immer größer und er wurde dabei vorne ganz "kahl".

Beim Tierarzt wurde dann festgestellt, dass sich bei der Heilung Federchen gebildet hatten, die komplett von Hautgewebe umschlossen waren und nicht mehr nach aussen wachsen konnten, was zu Juckreiz führen kann. Diese "Wucherung" der Haut wurde aber wohl ursächlich durch einen Keim erzeugt, der in die Haut eingedrungen war (irgendwelche Kokken). Schlimm daran war, dass der Vogel durch sein Picken in der Wunde und anschließender normaler Gefiederpflege diesen Keim auch auf andere Hautareale verbreitet hatte. Dort traten dann auch plötzlich solche Hautveränderungen und Ekzeme auf. Letztendlich waren dann schon befallen: der Kropfbereich, die rechte Schulter, unter dem rechten Flügel, im Bereich der linken Schwingen und der rechten Schwingen und auf dem Rücken am Bürzelbereich.

Wäre ich später zum Tierarzt gegangen, wäre er wohl nicht mehr zu retten gewesen. Nicht weil die Ekzeme tötlich hätten sein können, sondern, weil einfach immer größere Hautareale betroffen waren.

Die Tierärztin (es war übrigens Frau Dr. Neumann-Aukthun in Ense, ist ja nicht so weit entfernt von Geseke) gab mir dann ein geeignetes Antibiotikum für das Tränkwasser mit und eine eigentlich bei Hunden eingesetzte Lotion zur äusserlichen Anwendung. Diese hat dann schließlich nach einer mehrwöchigen Behandlung tatsächlich alle Hautveränderungen beseitigt. Die Trinkwasserbehandlung hatte dagegen wohl nicht den eigentlichen Erfolg gebracht, da mir ein Ekzem bei der äußerlichen Behandlung zunächst entgangen war, welches allein durch die Trinkwasserbehandlung nicht besser wurde. Ich nehme an, dass die betroffenen Areale in der äußeren Hautschicht einfach nicht genug durchblutet werden, um "von innen" durch ein über das Trinkwasser verabreichtes Antibiotikum genügend erreicht zu werden.

Den armen 235 hat das ganze jedoch ziemlich mitgenommen, denn das Mittel zur äusserlichen Anwendung war ölig und hatte somit zunächst sein verbliebenes Gefieder ziemlich ruiniert. Ein ausgiebiges "waschen" war nach der Behandlung nötig. Zudem stellte er zunächst die Mauser ein. Als diese später wieder einsetzte, hatten die ersten Federn Federschäden, wohl aufgrund der Nebenwirkungen des Mittels.
Mittlerweile geht es dem Vogel aber wieder prächtig, alle neuen Federn sind fehlerfrei gewachsen und Ekzeme sind auch nicht mehr aufgetreten. Das in Mitleidenschaft gezogene Gefieder ist er zudem jetzt in der Hauptmauser losgeworden.

Die Ursache bei deiner Taube kann aber auch eine ganz andere sein.
Deshalb, falls dein bisheriger Tierarzt etwas ratlos wirkte, solltest du ev. einen weiteren aufsuchen. Am besten einen, der etwas von Brieftauben versteht.
Und, wie in meinem Fall gesehen, kann zügiges Handeln sehr wichtig sein, um die Taube zu retten.

Viel Erfolg und der Taube alles gute
Meinolf
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  #9  
Alt 18.10.2009, 20:15
Tobbe Tobbe ist offline
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Ort: Geseke
Beiträge: 67
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Hallo Sportsfreunde

erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten
Eine exakte Diagnose habe ich über das Forum natürlich nicht erwartet aber es geht mir hauptsächlich darum zu erfahren, ob andere Züchter schonmal ein ähnliches Problem gehabt haben. Da ist der letzte Bericht von Meinolf natürlich sehr interessant.
Trotzdem scheint es ja ein sehr seltenes Problem zu sein.
Wir werden versuchen in den nächsten Tagen eine weitere Meinung von einem Tierarzt einzuholen.
Über eine eventuelle Diagnose und anschließend hoffentlich erfolgreicher Behandlung werde ich hier weiter berichten.

Wenn noch weitere Züchter etwas ähnliches erlebt haben lasst es mich/uns wissen.

Schöne Grüße
Tobias
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  #10  
Alt 19.10.2009, 05:49
Benutzerbild von Sigi
Sigi Sigi ist offline
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Registriert seit: 11.11.2006
Ort: Papenburg
Beiträge: 257
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Hallo Sportfreunde!
Habe mal nachgesehen und wurde fündig.

In dem Büchlein (Zucht auf höchster Ebene)
von Hans Zurhöfer. Molukulargenetik aus der Praxis, habe ich diese empfohlene Mischung, auf 1 Ltr. Spiritus 90% werden 6% Salizyl gemixt) entnommen.
Wenn es sich um diese ganz kleine, mit bloßem Auge nicht sichtbare Laus handelt, die sich unter den Hautschuppen befindet und bei der Taube einen Juckreiz verursacht, hilft außer dieses Mittel wohl kaum eines besser. In meinem letzten Fall hatte
ich mir ein Weibchen zur Zucht ausgeliehen. im Spätsommer waren bei mir vier Tauben sichtbar befallen. Und siehe da, es waren Eltern und ihre vier Jungen. Bei den anderen Tauben waren keinerlei Auffälligkeiten. Wie vorab schon beschrieben, wurden auch diese erfolgreich behandelt.
Viele Grüße Sigi.
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